Stopp der Gewalt gegen Frauen
Häusliche Gewalt ist - vor allem während der Trennung - gefährlich für die Gewaltopfer und die mitbetroffenen Kinder. In der Regel handelt es sich nicht um einzelne Taten; oft sind sie Teil einer langjährigen Misshandlungsbeziehung.
Obwohl häusliche Gewalt große körperliche und seelische Verletzungen bei den Opfern verursachen, werden solche Taten immer noch weitgehend bagatellisiert und als gesellschaftliches Problem nicht ausreichend wahrgenommen. Die Beratung für Männer - gegen Gewalt arbeitet darauf hin, dass Gewalt nicht mehr als Kavaliersdelikt und als privates Problem der Verletzten abgetan wird.
Das Ziel der Beratung für Männer - gegen Gewalt ist es:
- Die Gewaltopfer vor Misshandlungen und Nachstellungen zu schützen
- mitbetroffene Kinder vor den oft traumatischen Folgen von Gewalt in der Familie zu bewahren
- Männer zur Übernahme von Verantwortung für ihre Taten zu bewegen
- Gewalt fördernde Männerbilder in Frage zu stellen, nicht zuletzt in Hinblick auf Jungen und junge Männer.
Häusliche Gewalt wird überwiegend von Männern gegen ihre (ehemalige) Partnerin ausgeübt. Deshalb wendet sich die
Beratung für Männer - gegen Gewalt schwerpunktmäßig an Männer und bietet ihnen:
- Einzelberatungen
- Soziale Trainingskurse (26 Sitzungen à 2 Stunden)
- einen Kursschwerpunkt zur Entwicklung von väterlicher Verantwortung (insbesondere für Väter, die in Abstimmung mit dem Jugendamt bzw. mit einer Auflage des Familiengerichts teilnehmen)
Die
Beratung für Männer - gegen Gewalt betont die volle Verantwortung des Täters für sein Handeln. Er hat gewalttätiges Verhalten gelernt ebenso kann er sich gewaltfreies Handeln aneignen. In einem Verhaltenstraining lernt er:
- die Folgen von Gewalt und Stalking für die Opfer, die mitbetroffenen Kinder und für sich selbst
- den Umgang mit Stress, Wut, Krisen und die rechtzeitige Deeskalation in Konfliktsituationen
- eine partnerschaftliche Kommunikation, um Konflikte gleichberechtigt und gewaltlos zu lösen und die Unverletzlichkeit und Eigenständigkeit der Frau (evtl. ihren Trennungswunsch) zu respektieren
- die Gefährlichkeit von Männlichkeitsnormen, die Gewalt legitimieren (Dominanz, Kontrolle, kulturelle Vorstellungen von Männlichkeit z.B. hinsichtlich Ehre)
- den interkulturellen Kontext von Gewalt gegen Frauen (soziale Probleme von Migranten, bikultureller Hintergrund, arrangierte Ehen/Zwangsheirat etc.)
- den Zusammenhang von Alkohol-/Drogenmissbrauch mit Männlichkeit und Gewalt die Verantwortung von Vätern für eine gewaltfreie Erziehung.
Anlaufstelle ist die:
Ansprechpartner: |
Gerhard Hafner, Dipl.-Psychologe |
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Johanna Häussermann, Dipl.-Psychologin |
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Sprechzeiten: |
Mo - Fr |
08:00 - 20:00 Uhr (nur telefonisch) |
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Persönliche Beratung und Kursteilnahme nach telefonischer Terminvereinbarung. |
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Verkehrsverbindung: |
U-Bahnhof Oranienburger Tor oder Naturkundemuseum (U 6) |
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S-Bahnhof Nordbahnhof (S 1, S 2 und S 25) |
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MetroTram M 1: U Oranienburger Tor |
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MetroTram M 6, Tram 12: U Naturkundemuseum oder Torstr./ U Oranienburger Tor |
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MetroTram M 8: U Naturkundemuseum Bus 142: Torstr./ U Oranienburger Tor |
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Hinweis: |
BiG-Hotline für von Gewalt betroffene Frauen |
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Tel.: 030 6110300 |
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(täglich von 9:00 Uhr bis 24:00 Uhr) |
Gefördert von der Senatsverwaltung für Justiz.
Gründungsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Täterarbeit Häusliche Gewalt (BAG TäHG) e.V.,
www.taeterarbeit.com
Ausgezeichnet mit dem 3. Preis im Rahmen des Berliner Präventionspreises 2009
(Evaluation und Qualitätsentwicklung in der Gewalt- und Kriminalitätsprävention)
Die Beratungsstelle "Männer gegen Gewalt" ist eine Einrichtung der Volkssolidarität Landesverband Berlin e.V.