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AKTUELLES aus Berlin.
Was bringt uns das neue Bündnis?
Die neueste Ausgabe unseres Magazins IM FOKUS ist erschienen. In der Nr. 4-2011 können Sie sich anhand der Vielzahl von Beiträgen erneut ein anschauliches Bild über die Berliner Volkssolidarität machen. Das Vorwort stammt von der Vorsitzenden Dr. Heidi Knake-Werner. Darin heißt es:
"In den nächsten Tagen wird sich in Berlin eine neue Landesregierung konstituieren; die bisherige rot-rote Koalition hat bei den Wahlen keine Mehrheit mehr bekommen und so wird Berlin künftig von einem Bündnis aus SPD und CDU mit Klaus Wowereit an der Spitze regiert.
Uns interessiert natürlich vor allem, was wird sich mit diesem neuen Bündnis ändern? Bleiben die Weichen für das soziale Berlin gestellt und wird Berlin auch für ältere Menschen lebenswert bleiben oder wird die Ausrichtung an den Interessen der Wirtschaft die künftige Politik bestimmen?
Nachdem der Koalitionsvertrag auf dem Tisch liegt, herrscht in den Medien die Meinung vor, die Linie von Rot-Rot wird fortgesetzt, einen Kurswechsel wird es nicht geben. Und tatsächlich wird im Vertrag z.B. als Leitziel eine "hochwertige, würdevolle, wohnortnahe Versorgung älterer Menschen" aufgestellt und das Prinzip der Inklusion behinderter Menschen postuliert. Das lässt hoffen, aber sehr viel Konkretes findet sich nicht. Wie soll es weitergehen mit der Barrierefreiheit im öffentlichen Raum, was passiert mit der S-Bahn, wer schafft den notwendigen seniorengerechten Wohnraum und wie soll es gelingen, ein engmaschiges Netz an Nachbarschaftstreffs, Beratungs- und Unterstützungsangeboten vor Ort mit gut qualifiziertem Personal zu schaffen.
Die Gesundheitsämter leiden unter Personalmangel, die notwendige Anzahl an Pflegestützpunkten lässt auf sich warten, der Fachkräftemangel in den Pflegeeinrichtungen ist bedrohlich und mancher Nachbarschaftstreff hält sich nur mit Ehrenamtlichen über Wasser. Die ÖBS-Stellen, die viel zum sozialen Zusammenhalt im Kiez beigetragen haben, wird es nicht mehr geben. Es gibt also viel zu tun, schöne Worte reichen nicht, um unser Berlin für alle sozial und lebenswert zu erhalten."Die Aktuelle und alle älteren Ausgaben finden Sie
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Demenzfreundliche Kommune Lichtenberg e.V.
In feierlichem Ambiente fand die Gründungsversammlung der Demenzfreundlichen Kommune Lichtenberg e.V. (iG) statt. 15 Gründungsmitglieder, darunter langjährige Netzwerkpartner aus dem Gesundheits- und Pflegebereich, versammelten sich in der Einbecker Straße 85 in Alt-Friedrichsfelde. Zum 1. Vorsitzenden wurde Robert Stephan gewählt, Sozialarbeiter im Pflegestützpunkt Lichtenberg, deren Träger die Volkssolidarität Landesverband Berlin e.V. ist.
Der Verein Demenzfreundliche Kommune Lichtenberg e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, die Lebensbedingungen für Menschen mit Demenz zu verbessern. Um dieses Ziel zu verfolgen, schafft der Verein einen Rahmen zur Wahrnehmung zivilgesellschaftlicher Verantwortung. Demenz stellt eine der großen kulturellen Herausforderungen dar, die es gemeinsam mit den Erkrankten, den Angehörigen, den verantwortlichen politischen Akteuren und der Gesellschaft insgesamt anzunehmen gilt.
Die Initiative Demenzfreundliche Kommune Lichtenberg ist bereits seit dem Jahr 2008 im Bezirk Lichtenberg aktiv. Mit Hilfe spendenfinanzierter Öffentlichkeitsmaterialien und kostenloser Schulungen zum Thema Demenz sowie großem ehrenamtlichem Engagement leisteten die Akteure bislang umfangreiche Informations- und Aufklärungsarbeit vor Ort. Im vergangen Jahr wurden über 60 Angestellte der lokalen Wohnungswirtschaft, darunter Hausmeister, Kundenbetreuer sowie Mitarbeiter der Geschäftsführung zum Thema Demenz geschult. 2011 gab es den ersten Lichtenberger Bürgerinformationstag im Paritätischen Seniorenwohnen Dr. Victor Aronstein zu diesem Thema, es folgten mehrere Informationsveranstaltungen in Seniorenbegegnungsstätten sowie die fachliche Fortbildung von Arzthelferinnen im Polikum am Fennpfuhl und ehrenamtlichen Mitgliedern des Besuchsdienstes der Evangelischen Paul-Gerhardt-Gemeinde Lichtenberg. Ziel für 2012 ist es, die Zusammenarbeit mit Lichtenberger Schulen auszubauen.
Weitere Anliegen der Initiative sind die Schaffung von Angeboten zur Bewegungsförderung und Freizeitgestaltung und damit die Ermöglichung einer aktiven Teilnahme am Gemeinwesen. Um das vorhandene Beratungs-, Unterstützungs- und Entlastungsangebot aufzuzeigen, werden die pflegerischen, ärztlichen und komplementären Angebote im Bezirk Lichtenberg zukünftig in einer Broschüre zusammenfasst und kostenlos verteilt.
Um diese anspruchsvollen Ziele zu erreichen, braucht es viele lokale Unterstützer, die den Verein mit ihren Ideen, ihrer Fachlichkeit sowie ihrem persönlichem Engagement, aber auch mit finanziellen Mitteln tatkräftig vorantreiben.
Wenn Sie Interesse an der Gestaltung und Förderung der Demenzfreundlichen Kommune Lichtenberg haben und sich aktiv an der Vereinsarbeit beteiligen möchten, wenden Sie sich einfach an uns! Werden Sie Mitglied!
AnsprechpartnerRobert Stephan (1.Vorsitzender)
Demenzfreundliche Kommune Lichtenberg e.V. (iG)
im Pflegestützpunkt Lichtenberg
Einbecker Straße 85, 10315 BerlinTel. 030/ 983 17 63 - 24
Fax. 030/ 983 17 63 - 19
E-Mail:
robert.stephan@volkssolidaritaet.de
Erfolgsgeschichte wird fortgesetzt
"Die Festveranstaltungen zum 66. Jahrestag unserer Volkssolidarität sind kaum verklungen, schön rüsten wir uns mit der heutigen Konferenz für neue Aufgaben und Herausforderungen", so eröffnete Dr. Heidi Knake-Werner ihr Referat auf der Landesdelegiertenkonferenz am 26. Oktober in Berlin.
Die Volkssolidarität hat in all den Jahren ihre dynamische und erfolgreiche Leistungsfähigkeit als gemeinnütziger Sozial- und Wohlfahrtsverband unter Beweis gestellt. Die Vorsitzende des Berliner Verbandes bekräftigte den Anspruch des Vorstandes, die Erfolgsgeschichte der Volkssolidarität fortzusetzen und mit aktiver Solidarität und sozialpolitischer Interessenvertretung dem Motto "Miteinander – Füreinander" gerecht zu werden. Erklärtes Ziel ist es, das Profil als ein Verband aller Generationen zu profilieren.
Gerade der Bedarf an aktiver Solidarität werde in den nächsten Jahren noch dringender werden. Schon heute leben in Berlin 150.000 Kinder in Armutsverhältnissen. Tausende Menschen sind trotz Erwerbstätigkeit auf ergänzende Sozialleistungen angewiesen. Mit dem Aus des Öffentlich geförderten Beschäftigungssektors stehen viele Angebote auch der Volkssolidarität auf dem Spiel – wie zum Beispiel in den Nachbarschaftstreffs. Darauf müsse sich der Verband einstellen und seine Strukturen anpassen.
Ein zentrales Thema der Beratung waren Überlegungen zur Mitgliederwerbung. Obwohl 2010 genau 730 neue Mitglieder gewonnen wurden, konnte der Rückgang insgesamt nicht aufgehalten werden. Heidi Knake-Werner verwies darauf, dass im Zuge der demografischen Entwicklung nicht nur die Zahl der Pflegebedürftigen zunehme. Vor allem steige auch die Zahl älterer rüstiger Frauen und Männer, die bereit und interessiert sind, sich für sich selbst und für andere zu engagieren. Diese neuen Chancen müssen genutzt und neue, sinnvolle Angebotsformen etabliert werden. Neue Wege müssen auch bei der Mitgliederbetreuung beschritten werden. So sollen in jedem Bezirk Besuchsdienste aufgebaut werden, die betagte Mitglieder zuhause oder in den Einrichtungen besuchen und das Gefühl der Gemeinschaft geben.
Auch in der angeregten und kritischen Diskussionsrunde ging es vielfach um die Mitgliedergewinnung. Monika Neumann aus Marzahn berichtete darüber, wie ihre Gruppe monatlich eine Veranstaltung für Mitglieder - aber auch für Nichtmitglieder – gestaltet.
Das sei die beste Werbung für die Volkssolidarität und so konnten in diesem Jahr bereits 17 (2010 insgesamt 25) neue Mitstreiter gewonnen werden. Ingeborg Simon, stellvertretende Vorsitzende, unterstrich den Gedanken, viel konsequenter die öffentlichkeitswirksamen Konzerte von VS Kultur oder die Expertenrunden des Bildungskreises im Stadtteilzentrum Marzahn-Mitte für die Mitgliederwerbung zu nutzen.
Einstimmig wurde der Antrag beschlossen, Dr. Christine Roßberg für ihr langjähriges und engagiertes Wirken im Bezirks- und Landesverband – zuletzt als Vorsitzende – mit der Ehrenmitgliedschaft zu würdigen.
Mario Zeidler
Ortsgruppen aus Marzahn und Hellersdorf spenden für Freizeithaus
"Die Villa ‚Pelikan' war für mich Liebe auf den ersten Blick", so erinnert sich Edith Vollard von der Ortsgruppe 127 aus Marzahn an die Anfänge der Zusammenarbeit. Als Wilhelm Kammer von der benachbarten Ortsgruppe aus Kaulsdorf auf einer Beratung von seinen ersten Kontakten zum Freizeithaus berichtete, war sie sofort interessiert.
Ging es hier doch darum, sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 4 und 16 Jahren zu unterstützen. Die Idee, zu helfen war sofort geboren. Die Kinder benötigten Materialien zum Basteln, Schneidern u.v.m. Die Mitglieder um Edith Vollard boten an, einen Grill-Nachmittag in den Sommerferien im großen Garten der Einrichtung zu gestalten. Außerdem kümmerten sich die rührigen Ehrenamtler der Volkssolidarität fortan um Stoffe, Wolle, Laken, Bastelmaterialien, Plüschtiere und anderes.
Mitte Juli wurde dann gegrillt, ein toller Erfolg für beide Seiten. Es folgte eine Dampferfahrt. "Seit diesen Tagen liegen uns die Kinder am Herzen."In Zusammenarbeit mit der Leitung des Hauses entstand darauf die Idee, eine Kinder- und Jugendbücherei aufzubauen. Dafür wurde erst einmal eine ordentliche Regalwand benötigt. Die Ortsgruppen aus Marzahn und Hellersdorf zögerten nicht lange und trugen mit Aufrufen und Spenden die nötigen 900 Euro für das Freizeitzentrum zusammen.
Ende November war es soweit: Der Aufbau der Regale wurde durch Aktivisten der Volkssolidarität bewerkstelligt. Mittlerweile werden allerorts Kinder- und Jugendbücher gesucht, es soll ja eine respektable Bibliothek werden. Und auch die VS-Kinder- und Jugend gGmbH wird unterstützend zur Seite stehen.
Für das nächste Jahr gibt es schon weitere Pläne. Im nächsten Sommer sollen Ortsgruppen des Bezirksverbandes aufgerufen werden, jeweils für einen Tag die Feriengestaltung in der Villa "Pelikan" zu übernehmen. Zum Weihnachtsfest jedenfalls, haben die VS-Mitglieder ihre Versprechen eingelöst. Nicht nur die Bibliothek ist im Aufbau, auch der Weihnachtsbaum und Tannengrün wurden gespendet.
Mario Zeidler
Dank an aktive Mitstreiter
Anlässlich des 66. Geburtstages der Volkssolidarität wurden auf zahlreichen Veranstaltungen besonders aktive Mitglieder geehrt. Die Vorsitzende der Berliner Volkssolidarität, Dr. Heidi Knake-Werner, zeichnete am 23. Oktober auf einer Festveranstaltung im Hotel Maritim verdienstvolle Ortsgruppenvorsitzende, Helfer und Hauptkassierer mit der Solidaritätsnadel in Silber (10 Mitglieder) und der Solidaritätsnadel in Bronze (30 Mitglieder) aus.
Am Tag zuvor beging der Bundesverband bei einer Auszeichnungsfeier in Berlin den Jahrestag der Gründung der Volkssolidarität. Verbandspräsident Prof. Dr. Gunnar Winkler würdigte bei dem traditionellen Ereignis im Berliner Hotel Park Inn verdienstvolle Mitglieder, Mitarbeiter und Unterstützer des Verbandes mit Ehrennadeln, -preisen und -plaketten. Zu den Geehrten gehörten u. a. vom Berliner Landesverband Dr. Klaus Sack (Solidaritätsnadel in Gold) sowie Walburg Borowiak für ihr 15-jähriges Engagement bei VS Kultur (Ehrenplakette).
Zu einem weiteren Höhepunkt gelang das stimmungsvolle Festkonzert des Berliner Landesverbandes am 24. Oktober im großen Saal der URANIA. Das Ensemble Sabawa unter Leitung von Ilya Kurtev sowie Peter Orloff, der Chor der Schwarzmeerkosaken und Tänzer des Fernsehballetts verzauberten die Gäste im ausverkauften Haus mit einer gekonnten Mischung aus Musik, Tanz und Gesang.
Eine Auflistung aller Auszeichnungen finden Sie
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Mario Zeidler
Am 8. November 2011 startet ein neuer Vorbereitungskurs
Wenn Sie Freude am Umgang mit älteren Menschen haben und einige Stunden Zeit verschenken möchten, dann unterstützen Sie unsere Mitarbeiter bei der Betreuung unserer Gruppen für demenzkranke Menschen. Wie bieten Ihnen eine spezielle Fortbildung für ein abwechslungsreiches Tätigkeitsfeld, den Erfahrungsaustausch in der Gruppe und eine Aufwandsentschädigung. Ein späterer Einstieg in den Kurs ist möglich.
Näheres erfahren Sie von Frau Wandrey und im
aktuellen Kursplan. Wir freuen uns auf Ihren Anruf unter 030.30869271.
"Von wegen altes Eisen ..."
Zum Thema des lebenslangen Lernens hat die Berliner Volkssolidarität ohne Frage vieles zu bieten. Und wenn es um Erfahrungen geht, die über Landesgrenzen hinaus ausgetauscht werden sollen, ist der Verband natürlich auch mit Rat und Tat dabei. So ist es erklärtes Ziel eines internationalen Projektes - bei dem der Berliner Verband zu den Mitgestaltern gehört - den länderübergreifenden Erfahrungsaustausch zu befördern.
Im Januar dieses Jahres kamen Gäste aus Graz (Österreich), aus Belgien sowie dem Landkreis Sankt Wendel im Saarland auf Einladung der Berliner Volkssolidarität im Stadtteilzentrum Marzahn-Mitte zusammen. Wir berichteten darüber in unserem Verbandsmagazin. Alle sind in der Seniorenarbeit aktiv und Teilnehmer des EU-Projektes Lernpartnerschaft. Unter dem Motto "Von wegen altes Eisen – Erfahrung hat Zukunft" tauschen sich dabei haupt- und ehrenamtliche Mitstreiter über einen Zeitraum von zwei Jahren zum Thema des lebenslangen Lernens aus.
Zum Kennenlernen der Partner gehören dabei auch gegenseitige Besuchsreisen vor Ort. Im Rahmen des Projektes fand deshalb kürzlich ein weiteres Treffen in der deutschen Gemeinde Raeren in Belgien statt. Von der Berliner Volkssolidarität waren dabei: Ursula Liebig aus der Ortsgruppe 201, Edith Vollard, Vorsitzende der Ortsgruppe 127, Hans-Ulrich Theile, Vorsitzender des Beirates der Berliner VS und Heino Hankewitz
Der länderübergreifende Erfahrungsaustausch zum Lernprojekt mit genannten Partnern – aber mit unterschiedlichen Teilnehmern - wird weitergeführt. Das EU-Projekt wird bis 2012 noch zahlreiche Vorhaben bürgerschaftlichen Engagements aufgreifen und verallgemeinern helfen.
Mario Zeidler
Wählen ist demokratische Pflicht
Die neueste Ausgabe unseres Magazins IM FOKUS ist erschienen. In der Nr. 3-2011 können Sie sich anhand der Vielzahl von Beiträgen erneut ein anschauliches Bild über die Berliner Volkssolidarität machen. Das Vorwort stammt von der Vorsitzenden Dr. Heidi Knake-Werner. Darin heißt es:
"Am 18. September werden in Berlin das Abgeordnetenhaus und die Bezirksversammlungen neu gewählt. Viele Parteien werden zu dieser Wahl antreten, bekannte, die heute schon im Parlament sitzen, aber auch weitgehend unbekannte. Sie alle werben um Ihre Stimme, hoffen auf breite Unterstützung und darauf, den Einzug in das Abgeordnetenhaus oder in die Bezirksparlamente zu schaffen.
Das Wichtigste an diesen Wahlen ist, dass Wählerinnen und Wähler ihr Wahlrecht wahrnehmen. Leider hat die Wahlbeteiligung in den letzten Jahren stark abgenommen - auch in Berlin. Ich finde das problematisch und meine, das schadet unserer Demokratie, wenn die Menschen nicht wenigstens diese Möglichkeit nutzen, um die politische Entwicklung in ihrem unmittelbaren Umfeld oder im Land mit zu beeinflussen. Umfragen machen allerdings deutlich, dass immer weniger Menschen glauben, die Politik durch Wahlen wirklich beeinflussen zu können. Und wenn man sich eine Reihe bundespolitischer Entscheidungen in diesem Jahr anschaut, dann stimmt das ja auch: das atomare Moratorium, die Eurorettungspakete, der Panzerexport nach Saudi-Arabien – alles Entscheidungen der Bundesregierung am Parlament vorbei. Die demokratische Vertretung des Wahlvolkes wurde auf diese Weise ausgehebelt. Solche Entwicklungen tragen nicht dazu bei, das Vertrauen von Wählerinnen und Wählern zu gewinnen.
Die rotrote Landesregierung hat daraus längst Konsequenzen gezogen und durch die Erleichterung von Volksentscheiden die Mitsprache der Berliner Bevölkerung nachdrücklich gestärkt und damit unterstrichen, dass sie den Wählerwillen respektiert: bei der Schließung von Tempelhof, bei der Entscheidung zum Ethikunterricht, beim Berliner Wasser.
Auch künftig muss es darum gehen, solche Elemente direkter Demokratie zu erhalten und auszubauen. Deshalb ist wählen Pflicht und zwar Parteien, die dafür stehen. Die Partei "Pro Deutschland", die auf ihren Plakaten mit einer durchgestrichenen Moschee wirbt und die rechtsextremistische NPD, die mit fremdenfeindlichen Parolen hetzt, gehören aus meiner Sicht nicht dazu. Sie haben im Parlament nichts zu suchen!"Die Aktuelle und alle älteren Ausgaben finden Sie
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25 Jahre Seniorenheim Woldegker Straße
Ein schöner Anlass, um am 6. Oktober 2011 gemeinsam mit den Bewohnern und Gästen ein fröhliches Fest zu feiern. Eingeladen waren nicht nur die Bewohner und Mitarbeiter des Hauses – auch für alle Interessierten aus der näheren oder weiteren Umgebung standen die Türen an diesem Tag ganz besonders weit offen. Jeder konnte ausführliche und individuelle Informationen erhalten und sich ganz konkret beraten lassen – das Seniorenheim "hautnah und zum anfassen"!
Dieser Tag war auch Anlass um allen Mitarbeitern Dank zu sagen, für Ihre tägliche Arbeit und Ihren vielfältigen hohen Einsatz, um den Bewohner ein heimischen Gefühl zu geben und sie rundherum bestens zu versorgen. Stellvertretend dafür gab es einen großes Dankeschön für Frau Kirstin Weber, die seit 1986 im Seniorenheim tätig ist. Frau Gisela Hellmiß und Herr Tilo Fabiunke wohnen seit der Eröffnung der Einrichtung im Jahre 1986 im Seniorenheim Woldegker Straße und freuten sich ebenfalls über einen großen Blumenstrauß.
Frau Ehbets als Landesgeschäftsführerin und Frau Dr. Römer als Vertreterin der Geschäftsführung der Sozialdienste der Volkssolidarität übermittelten ganz herzliche Glückwünsche an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und Bewohner und Bewohnerinnen des Hauses. Sie verwiesen auf die lange Tradition der Einrichtung an diesem Standort und die erfolgreiche Arbeit seit Übernahme der Einrichtung durch die Volkssolidarität am 01.01.1995.
Ein kulturelles Rahmenprogramm begleitete die Bewohner und Gäste durch den Tag. Rita Walter Sängerin und Moderatorin (Radio Antenne Brandenburg) präsentierte eine interessante Show mit Künstlern u.a. als Stargast Uwe Jensen. Die Veranstaltung wurde auch genutzt um sich bei aktiven ehrenamtlichen Helfern für die geleistete Arbeit und hohe Einsatzbereitschaft zu bedanken.
Neues ambulantes Behandlungsangebot für Suchtkranke
Am 21.9.2011 wurde die Tagesklinik "An der Wuhle" in Trägerschaft der Wuhletal gGmbH im Beisein zahlreicher Gäste in der Krankenhauskirche im Wuhlgarten feierlich eröffnet. Unter den Gästen befanden sich zahlreiche Kooperationspartner, beispielsweise von Suchthilfeeinrichtungen, vom ukb sowie von Vivantes und auch unsere Bezirksbürgermeisterin, Frau Pohle. Frau Dr. Knake-Werner, die Landesvorsitzende der Volkssolidarität, sprach ein Grußwort mit guten Wünschen für die zukünftige Arbeit der Einrichtung.
Nach dem Festakt gab es die Möglichkeit zur Besichtigung der Einrichtung und eine kleine kulinarische Stärkung. Fachvorträge gaben dem Tag einen fachlichen Rahmen; es sprachen: Herr Prof. Nickel, ehemaliger Ärztlicher Direktor des Wilhelm-Griesinger-Krankenhauses, Frau Urland, Klinische Direktorin der Fachklinik in Motzen und Herr Fischer, Suchthilfekoordinator des Stadtbezirkes.
An der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung waren die Patienten und Mitarbeiter der Einrichtung aktiv und federführend beteiligt. So wurden beispielsweise das Kuchenbüffet und eine Ausstellung mit Produkten der Ergotherapie durch die Patienten selbst hergerichtet.
Das Angebot der ganztägig ambulanten Entwöhnungsbehandlung in der Tagesklinik "An der Wuhle" richtet sich an alkohol- und medikamentenabhängige Frauen und Männer ab dem 18. Lebensjahr, die den Wunsch haben, langfristig suchtmittelabstinent zu leben.
KontaktWuhletal gGmbH Psychosoziales Zentrum
Dorfstr. 45 - 47, 12621 Berlin Tel.: 030-56599590
Fax: 030 - 56599599
post@wuhletal.de
Pflegestützpunkt Lichtenberg hat eine neue Adresse
Der Umzug vom Pflegestützpunkt Lichtenberg mit den Projekten P.L.A.N. und Demenzfreundliche Kommune Lichtenberg ist vollzogen.
Ab dem 22. August 2011 befindet sich der Pflegestützpunkt Lichtenberg mit seinen Projekten P.L.A.N und Demenzfreundliche Kommune Lichtenberg unter neuer Adresse in der
Einbecker Straße 85, 10315 Berlin.
Die
Telefon- und Faxnummern sowie die
E-Mail-Adresse bleiben unverändert:
Tel.: (030) 9831 763 – 0
Fax: (030) 9831 763 – 19
www.pflegestuetzpunkteberlin.de
Unsere Sprechzeiten sind
Dienstags von 9:00 – 12:00 Uhr
Donnerstag von 12:00 – 18:00 Uhr
und nach Vereinbarung
Angeregte Debatte zu den Wahlprüfsteinen der Volkssolidarität
Wer wird im Abgeordnetenhaus von Berlin und in den Bezirksverordnetenversammlungen das Sagen haben? Neben zahlreichen Wahlveranstaltungen, die es in den vergangenen Wochen bereits in vielen Bezirksverbänden und Ortsgruppen gab, veranstaltete die Berliner Volkssolidarität abschließend ein zentrales Wählerforum des Landesverbandes am 7. September 2011 im Haus des SoVD an der Jannowitzbrücke.
Heidi Knake-Werner, Vorsitzende der Berliner Volkssolidarität, verwies in ihren Eröffnungsworten u.a. auf die vielfachen Probleme bei der steigenden Kinder- und Altersarmut in Berlin. Damit war ein Schwerpunkt umrissen, zu dem die geladenen Politiker aller im Abgeordnetenhaus vertretenen Fraktionen in der Debatte auch Stellung bezogen.
An der angeregten zweieinhalbstündigen Diskussion kamen Michael Lehmann (SPD), Carola Bluhm (Die Linke), Ramona Pop (Bündnis 90/Die Grünen), Gregor Hoffmann (CDU) und Thomas Seerig (FDP) zu Wort. Als Grundlage für den Meinungsaustausch dienten die Wahlprüfsteine, die der Vorstand der Berliner Volkssolidarität erarbeitet hatte. Zu den mitunter kontrovers geführten Themen gehörten die Generationen übergreifende Familienpolitik, die Wertschätzung des Ehrenamtes sowie die künftige Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik.
Mario Zeidler
Von Hüpfburg bis zur Ehrenamtsmesse
Hüpfburg und Kinderschminken, ein Märchenwald mit Bastel- und Malständen, ein buntes Bühnenprogramm mit vietnamesischer Folklore, einer Stepptanzgruppe oder dem Auftritt des Patenkindergartens "Pinoccio" – den ganzen Tag hindurch war etwas los beim 2. Kiezfest für Jung und Alt am 3. September im Park an der Volkradstraße von Lichtenberg.
Zum Gelingen des gut organisierten Tages trug nicht nur das schöne Spätsommerwetter bei, sondern vor allem ein ganzes Team von kompetenten Mitveranstaltern. Unter Federführung der gemeinnützigen GmbH Altenzentrum "Erfülltes Leben", einer Tochtergesellschaft der Berliner Volkssolidarität, fanden die unterschiedlichsten Partner aus dem Wohngebiet zusammen – von der HOWOGE, dem Bezirksverband der Volkssolidarität, der Jugendhilfe in Lichtenberg bis hin zum Kooperationskindergarten.
Eine Ehrenamtsmesse unterschiedlicher Träger des Wohnumfeldes informierte über Möglichkeiten des bürgerschaftlichen Engagements. Nicht ohne Grund lobten bei der Eröffnung sowohl Bezirksbürgermeisterin Christina Emmrich als auch VS-Vorsitzende Heidi Knake-Werner die lebendige Kiezkultur.
"Lichtenberg ist eine wirkliche Bürgerkommune", so Heidi Knake-Werner.
"Man blickt über den eigenen Gartenzaun und fördert so ein soziales Miteinander, in dem man sich zu Hause fühlen kann."Mario Zeidler
Klaus Wowereit informierte sich bei der Volkssolidarität
Der Regierende Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit eröffnete am 27. August 2011 auf dem Breitscheidplatz in Berlins Zentrum die 37. Berliner Seniorenwoche. Unter dem Motto "Ältere Menschen – aktiv in Berlin" lädt die traditionelle Seniorenwoche vom 27. August bis 8. September 2011 zu über 450 Veranstaltungen in allen Berliner Bezirken ein.
Zum Eröffnungstag am 27. August waren die Bürgerinnen und Bürger zu einem großen Fest auf dem Breitscheidplatz eingeladen. An rund 200 Informationsständen präsentierten sich Freiwilligenorganisationen, Bezirksämter, Verbände, Vereine und Selbsthilfegruppen den zahlreichen Besuchern des Tages. Außerdem sorgten ein buntes Bühnenprogramm, Vorführungen, Spiel und Tanz für beste Unterhaltung.
An den Ständen der Berliner Volkssolidarität war stets reger Betrieb. Zu den interessierten Gästen zählten der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit sowie die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Carola Bluhm.
M. Zeidler
Feierliche Eröffnung der neuen Tagespflegestätte "EL-Friede"
Lichtenberg ist um ein Angebot für ältere Menschen reicher. Am 5. August 2011 feierte die gemeinnützige GmbH Altenzentrum "Erfülltes Leben" die Eröffnung der neuerrichteten Tagespflegestätte "EL-Friede". Eingeladen hatten der Geschäftsführer der Altenzentrum "Erfülltes Leben", Herr Thomas Böhlke, sowie das frischgebackene Pflege- und Betreuungsteam der "EL-Friede".
Zu den Gästen zählten unter anderem die Vorstandsmitglieder Frau Simon und Herr Prof. Brauns, die Landesgeschäftsführerin der Volkssolidarität, Frau Ehbets, die Vertreter der Lichtenberger Bezirksgeschäftsstelle Frau Tramp und Frau Dr. Steiner, die Mitarbeiter des Pflegestützpunktes Lichtenberg sowie Vertreter vom Lichtenberger Kulturverein. Ein spezieller Dank ging zu diesem Festtag an den Architekten Herrn Jentsch und an die Kollegen der Baufirmen und Gewerke.
Mit dem Pflegeheim "Haus Abendsonne" und der neuen Tagespflegestätte "EL-Friede" leistet das Altenzentrum "Erfülltes Leben", eine Tochtergesellschaft des Volkssolidarität Landesverband Berlin, einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zu einer flächendeckenden Infrastruktur von stationären und teilstationären Angeboten im Stadtbezirk.
Die Tagespflegestätte befindet sich im Erdgeschoss des Pflegeheimes "Haus Abendsonne" in der Volkradstraße 28 in Friedrichsfelde und bietet Platz für bis zu 15 Menschen mit Demenz oder anderen gesundheitlichen Einschränkungen. Sie ist von montags bis freitags in der Zeit von 7:00-18:00 Uhr geöffnet.
"EL-Friede" hält ein umfangreiches und vielseitiges Betreuungsangebot für die Tagesgäste bereit. Neben den Betreuungsangeboten, gibt es selbstverständlich eine pflegerische Betreuung, die Versorgung mit Mahlzeiten und auch einen Ruheraum zum Entspannen. Der hauseigene Fahrdienst ermöglicht den Tagesgästen einen zuverlässigen Transfer von und zur eigenen Wohnung. Interessenten und ihre Angehörigen sollten sich nicht zu viel Zeit lassen - die Anmeldungen sind bereits im vollen Gange.
Informationen über die angebotenen Leistungen und Kosten erhalten Sie unter
www.erfuelltesleben.de oder telefonisch beim Geschäftsführer, Herrn Thomas Böhlke, Tel: 030 / 51 58 81 52.
Altenzentrum "Erfülltes Leben" gGmbH Berlin FriedrichsfeldeVolkradstraße 28 - 10319 Berlin
Dank an alle Mitglieder die für den Hospizdienst gespendet haben
Ende Mai haben 12 neue ehrenamtliche Mitarbeiter den Vorbereitungskurs in unserem Ambulanten Hospizdienst abgeschlossen und stehen nun für die Begleitung sterbender Menschen und deren Angehöriger zur Verfügung. Im Jahr 2010 war die Zahl der begleiteten Menschen auf 95 gestiegen.
Die kostenfreie Unterstützung betroffener Familien durch unseren Ambulanten Hospizdienst ist ein zusätzliches Angebot zu den pflegerischen Hilfen durch die Sozialstationen und Pflegeheime der Volkssolidarität. Bis zum Ende des Lebens wollen wir die beste Beratung und Unterstützung für unsere Mitglieder gewährleisten. Dass der Hospizdienst die ehrenamtliche Tätigkeit so gut ausbauen, stärken und qualitativ sichern konnte, ist auch ein Ergebnis der Spenden, die durch die Ortsgruppen der Kreisverbände gesammelt wurden. Allen Spendern und Unterstützern möchten wir auf diesem Weg herzlich und ausdrücklich danken.
Susanne Rehberg, Leitung Hospizdienst
Ortsgruppen spendeten für das Behindertenwohnheim Puschkinallee
Im Wohnheim für Behinderte in der Puschkinallee gab es kürzlich Grund zur Freude. Der Bezirksvorsitzende der Volkssolidarität von Treptow-Köpenick Dietmar Weller übergab einen symbolischen Scheck in Höhe von 1.650 Euro an die Heimleitung.
Die Ortsgruppen des Bezirksverbandes hatten in ihren Reihen gesammelt und dabei diese stolze Summe zusammengetragen. "Wir waren von der Höhe der Spenden wirklich überrascht", so Dietmar Weller. Ein anschauliches Beispiel dafür, wie es die Mitglieder unseres Sozial- und Wohlfahrtsverbandes verstehen, Solidarität nicht nur entgegen zu nehmen, sondern auch an Bedürftige weiter zu geben.
Die 1998 eröffnete Wohneinrichtung der Berliner Volkssolidarität bietet geistig und mehrfach behinderten Erwachsenen ein vollstationäres Betreuungsangebot und beherbergt 19 Bewohner im Alter zwischen 20 und 69 Jahren. Rund um die Uhr werden die Bewohner von einem qualifizierten Team unter Leitung von Harald Jantz umsorgt. In dem Wohnheim in der Puschkinallee in unmittelbarer Nähe des Treptower Parks leben die Betreuten in familienähnlichen Strukturen. Im Mittelpunkt steht die individuelle Zuwendung für die einzelnen Heimbewohner. Über die zeitintensive Arbeit und die vielfältigen Angebote beispielsweise der Kreativwerkstatt informierten sich bei der Scheckübergabe auch Mitglieder der beteiligten Ortsgruppen aus Treptow-Köpenick. Die Spende wurde teilweise bereits für die Anschaffung eines speziellen Therapietisches und für eine sogenannte "Lagerungsinsel" - eine Art Sitzkissen zum Entspannen – eingesetzt. Mit der verbleibenden Summe soll ein Fußparcours im Garten mitfinanziert werden.
M. Zeidler
Mobilitätshilfedienste sichern soziales Miteinander
Die neueste Ausgabe unseres Magazins IM FOKUS ist erschienen. In der Nr. 2-2011 können Sie sich anhand der Vielzahl von Informationen erneut ein anschauliches Bild über die Berliner Volkssolidarität machen. Das Vorwort stammt von der Vorsitzenden Dr. Heidi Knake-Werner. Darin heißt es:
Die ARD brachte neulich eine Themenwoche mit dem Titel "Der mobile Mensch". Ein wichtiges Anliegen, vor allem in einer älter werdenden Gesellschaft. Wir alle wollen mobil sein und bleiben solange wie möglich. Dafür ist ein schnelles und gut vernetztes Verkehrssystem nötig, Busse und Bahnen, die pünktlich fahren, auch im Winter und Gehwege, die gut passierbar sind. Aber das reicht nicht, Damit wirklich alle Menschen mobil bleiben, auch die mit eingeschränkter Beweglichkeit, ist Barrierefreiheit eine entscheidende Voraussetzung: funktionierende Aufzüge, intakte Rolltreppen, abgesenkte Bordsteine, "sprechende" Verkehrssignale und Haltestellen.
Berlin hat dafür in den letzten Jahren eine Menge getan, auch für diejenigen, die nur mit Unterstützung mobil bleiben können, u.a. durch die Einrichtung von Mobilitätshilfediensten, die in Marzahn und Treptow/Köpenick auch von der Volkssolidarität angeboten werden. Aber die Zukunft dieser unverzichtbaren Hilfe ist gefährdet durch den Wegfall des Zivildienstes, aber vor allem durch den starken Abbau arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen. Schon jetzt stehen nicht mehr genügend Betreuungskräfte zur Verfügung, um die Nachfrage zu befriedigen, obwohl sich immer mehr Ehrenamtliche in diesem Bereich engagieren, um zu helfen, wo Hilfe besonders gebraucht wird. So gut das ist, aber Ehrenamtliche sollen und dürfen nicht die Fachkräfte ersetzen, sie sind wichtig, um deren professionelle Arbeit sinnvoll zu ergänzen.
Die Volkssolidarität fordert Senat und Job Center auf, Abhilfe zu schaffen, damit künftig auch mobilitätseingeschränkte Menschen nicht vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen sind. Mobil sein bedeutet eben mehr als von hier nach da zu kommen, mobil sein heißt, soziale Kontakte, Kulturerlebnisse, gemeinsame Unternehmungen, soziales Leben sichern – so soll es bleiben!
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"Für ein soziales Berlin"
Der 3. Berliner Sozialgipfel fand am 1. Juni 2011 im Ver.di-Haus am Paula-Thiede-Ufer statt. Die veranstaltenden Verbände, Organisationen und Initiativen, unter ihnen die Volkssolidarität, der Sozialverband Deutschland, die Gewerkschaft ver.di und der VdK, hatten das Thema "Für ein soziales Berlin" in den Mittelpunkt der ganztägigen Beratung gestellt.
Die am 3. Berliner Sozialgipfel beteiligten Verbände gaben erneut ihrer tiefen Besorgnis Ausdruck, dass sich die soziale Lage vieler Menschen dieser Stadt und damit ihre Lebensqualität weiter verschlechtert. Andauernde Steigerungen der Lebenshaltungskosten und der Ausgaben für Gesundheit und Gesundheitsvorsorge, hohe Arbeitslosigkeit und die Folgen der unsozialen Hartz-IV-Gesetzgebung stellten immer mehr Bürger vor kaum noch lösbare Probleme.
Darum forderten die veranstaltenden Verbände die politisch Verantwortlichen zu Maßnahmen auf, in unserer Stadt annehmbare Lebensbedingungen für alle Berliner zu schaffen. Unter den vier Schwerpunkten der Beratung spielte das Thema "Pflege in Berlin vor neuen Herausforderungen" eine besondere Rolle. Dr. Heidi Knake-Werner, Vorsitzende der Berliner Volkssolidarität, referierte zu diesem Thema und betonte die Abwendung des drohenden Fachkräftemangels in der Altenpflege.
Die Veranstalter des 3. Berliner Sozialgipfels setzten sich gemeinsam mit anderen Organisationen und Institutionen dafür ein, dass sich insbesondere arme, ältere und behinderte Menschen, Zuwanderer und deren Kinder von der Gesellschaft angenommen wissen und im Rahmen einer Solidargemeinschaft ihren Beitrag für ein lebenswertes soziales Berlin erbringen können.
Angebote für Senioren und Behinderte in Gefahr
Den Mobilitätshilfediensten für Senioren und Behinderte steht ab September 2011 kaum noch Personal zur Verfügung. Einschränkungen der Leistungen sind unvermeidlich. Der das Angebot unterstützende Berliner Senat ist gefordert. Der seit mehr als zwanzig Jahren bestehende Mobilitätshilfedienst in Berlin ist akut bedroht. Darauf weist Dr. Heidi Knake-Werner, Vorsitzende der Volkssolidarität Landesverband Berlin e.V., mit allem Nachdruck hin. Die Volkssolidarität betreibt in den Bezirken Treptow-Köpenick und Marzahn-Hellersdorf zwei der insgesamt sechzehn Mobilitätshilfedienste in der Bundeshauptstadt.
Grund für die sich seit Anfang 2011 abzeichnenden Probleme sind der Wegfall des Zivildienstes zur Jahresmitte und der massive Rückgang bei der öffentlich geförderten Beschäftigung (Stichwort MAE, die so genannten "Ein-Euro-Jobs"). Aus beiden rekrutieren sich zum großen Teil die Mitarbeiter der Mobilitätshilfedienste. Für die Aufrechterhaltung des bisherigen Angebotes fehlen der Volkssolidarität allein im Bezirk Treptow-Köpenick seit April dieses Jahres 7 von 22 Mitarbeitern. Ihre bisher von den Jobcentern bewilligten Stellen waren ausgelaufen, neue wurden nicht bewilligt. Ab September wird es der Volkssolidarität nicht mehr möglich sein, den Mobilitätshilfedienst für Treptow-Köpenick für aktuell 200 Senioren und Behinderte wie gewohnt anzubieten. Dann werden nur noch drei der ehemals 22 Mitarbeiter zur Verfügung stehen. In Marzahn-Hellersdorf sieht es ähnlich aus. Die Träger der übrigen 14 Berliner Mobilitätshilfsdienste, darunter die AWO, das DRK, der Sozialverband VdK und die Diakonie, sind von dieser Entwicklung ebenfalls betroffen.
Die Berliner Mobilitätsdienste wurden als bundesweit einmaliges Angebot vom Berliner Senat unter dem Motto "Draußen spielt das Leben - wir bringen Sie hin" ins Leben gerufen. Sie bieten in allen Bezirken Begleitdienste beispielsweise zu Behörden, zum Arzt oder Bekannten für Ältere und Menschen mit Behinderungen an, die ihre Wohnung nicht ohne fremde Hilfe verlassen können. Beauftragt mit der Durchführung der Dienste sind Unternehmen der freien Wohlfahrtspflege. Federführend hierbei ist die Senatsverwaltung für Soziales.
Die Volkssolidarität fordert den Berliner Senat auf, sich dieses Problems sofort anzunehmen und für den Erhalt der Mobilitätshilfedienste Sorge zu tragen.
Ehrenamtskarten feierlich verliehen
Wie ist die Berliner Volkssolidarität aufgestellt, um den aktuellen und zukünftigen Bedingungen und Aufgaben in der Bundeshauptstadt als anerkannter Sozial- und Wohlfahrtsverband gerecht werden zu können? Diese Frage bewegte die Teilnehmer beim diesjährigen Erfahrungsaustausch des Vorstandes mit Ortsgruppenvorsitzenden am 20. April.
Einer langjährigen Tradition folgend, lud der Vorstand der Berliner Volkssolidarität auch in diesem Jahr zu einer zentralen Beratung mit den Ortsgruppen ein. Zu dieser wiederum gut besuchten Veranstaltung kamen mehr als 110 Vorsitzende und Vertreter von Ortsgruppen aus allen Bezirksverbänden in die Max-Taut-Schule von Lichtenberg. Beim regen Gedankenaustausch ging es u. a. um die Mitgliederwerbung, die notwendige Beitragserhöhung, eine wirksame Öffentlichkeitsarbeit sowie die Nutzung aller Potenzen des Verbandes und seiner Einrichtungen. Im Vorfeld der Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus im September 2011 spielte natürlich auch die sozialpolitische Interessenvertretung eine Rolle. Die Vorsitzende Dr. Heidi Knake-Werner verwies in diesem Zusammenhang auf den 3. Berliner Sozialgipfel, der unter aktiver Mitwirkung der Volkssolidarität am 1. Juni 2011 stattfinden wird.
Die Veranstaltung bot gleichzeitig den würdigen Rahmen für die Ehrung von besonders aktiven ehrenamtlichen Mitstreitern des Verbandes. Mit der Berliner Ehrenamtskarte des Senats würdigte der Vorstand das überdurchschnittliche Engagement von insgesamt 11 Mitgliedern des Landesverbandes.
M. Zeidler
Frühlingstreffen der Volkssolidarität und des Reiseklubs in und um Neapel
Das diesjährige Frühlingstreffen des Reiseklubs und der Volkssolidarität in Süditalien vereinte wieder viele hunderte Urlauber aus allen neuen Bundesländern und natürlich auch aus Berlin für jeweils eine Woche von Ende März bis weit in den April hinein. Im 20. Jahr des gemeinsamen Reisens beider Partner war das Reiseziel wiederum gut ausgewählt und vor allem auf die Interessen der Mitglieder der Volkssolidarität perfekt zugeschnitten.
Einst kulturelles Zentrum der Antike, begeisterte die Mittelmeerküste mit ihrer beeindruckenden Küstenlandschaft und den zahllosen Spuren einer Jahrtausende alten Geschichte. Ob nun beim Ausflug zur berühmten kampanischen Hafenstadt Neapel, der vielbesungenen Insel Capri, zur Kraterwanderung auf dem aktiven Vulkan Vesuv oder zur vor zweitausend Jahren verschütteten Stadt Pompei - die bestens organisierte Reiseklubtour, in diesem Jahr erstmals von Becker-Strelitz Reisen organisiert, erfüllte alle Wünsche. Parallel zum Frühlingstreffen in Neapel per Flugzeug fand auch in diesem Jahr wieder ein weiteres Treffen der Volkssolidarität mit Busanreise statt - diesmal im polnischen Krakau.
M. Zeidler
Projekt Aufsuchender Verbraucherschutz
Anlässlich des Weltverbrauchertages luden die Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, Katrin Lompscher, die Verbraucherzentrale Berlin und das Stadtteilzentrum Marzahn-Mitte der Volkssolidarität zu einer gemeinsamen Pressekonferenz ein.
Vor einem Jahr gab Verbraucherschutzsenatorin Katrin Lompscher den Startschuss für das Projekt Aufsuchender Verbraucherschutz, das die Verbraucherzentrale Berlin bis Ende 2011 koordiniert. Insgesamt 140.000 Euro stehen zur Verfügung, um russisch- und türkischsprachigen sowie einkommensschwachen Verbraucherinnen und Verbrauchern direkt in deren Kiezen zu helfen. Inzwischen beraten zwei Juristinnen und zwei Dolmetscherinnen Rat suchende Bürger insgesamt acht Stunden pro Woche in vier Berliner Kiezzentren – darunter auch im Stadtteilzentrum Marzahn-Mitte.
Pünktlich zum Weltverbrauchertag 2011 hat die Verbraucherzentrale Berlin nun in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz einen Flyer zum Thema Aufsuchender Verbraucherschutz herausgebracht, der in den Sprachen Deutsch, Russisch und Türkisch erscheint.
Gerade auch im Marzahner Kiezzentrum der Volkssolidarität wurde deutlich, wie wichtig diese Vor-Ort-Beratung für die Bevölkerung ist. Hier geht es vielfach um Konsumentenfragen, um Probleme des Vertrags- oder Widerrufsrecht. Nach Aussagen der Senatorin soll das Projekt verlängert und ausgeweitet werden.
M. Zeidler
100 Jahre für Frauenrechte
Die neueste Ausgabe unseres Magazins IM FOKUS ist erschienen. In der Nr. 1-2011 können Sie sich anhand der Vielzahl von Informationen erneut ein anschauliches Bild über die Berliner Volkssolidarität machen. Das Vorwort stammt wieder von der neuen Vorsitzenden Dr. Heidi Knake-Werner. Darin heißt es:
Mit dem neuen FOKUS kommt auch so langsam der Frühling und ich wünsche Ihnen, dass die ersten warmen Sonnenstrahlen Ihre Freude auf interessante Veranstaltungen und Begegnungen mit netten Menschen steigern. Am 8.März 2011 wird in vielen Ländern weltweit, so auch in Deutschland, an den Internationalen Frauentag erinnert, der sich zum 100. Mal jährt. Auch die Volkssolidarität steht in dieser Tradition. Wir würdigen aus diesem Anlass die kämpferischen Frauen, die vor hundert Jahren auf die Straße gingen, um Hungerlöhne, bessere Arbeitsbedingungen, für das Frauenwahlrecht und vieles mehr zu streiten.
Aber wir wollen auch darüber reden, wie es heute mit der Gleichstellung der Frau aussieht. Natürlich hat sich in den letzten 100 Jahren viel verändert, aber das ist kein Grund sich zufrieden zurückzulehnen. Klar, es gibt längst das Wahlrecht für die Frauen, und in Parteien, Parlamenten und Verbänden hat sich der Anteil der Frauen deutlich erhöht. Aber schaut man in die Führungsetagen, ob in Politik oder Wirtschaft, da dominieren mit Abstand die Männer. Ich denke, eine Frauenquote täte besonders den Banken und großen Unternehmen gut, da gut zureden seit Jahren nicht hilft.
Noch dringender ist das Gebot "gleicher Lohn für gleiche Arbeit", denn immer noch verdienen Frauen knapp ein Drittel weniger als Männer und sie sind besonders stark in den Bereichen vertreten, wo besonders schlecht bezahlt wird wie im Handel, im Friseurgewerbe, in der Gastronomie, in der Pflege. Deshalb ist der Mindestlohn auch ein Frauenrecht, damit auch sie von der Arbeit leben können und später keine Armutsrenten bekommen. Und es sind immer noch die Frauen, die die Hauptlast in der Familie wegzutragen haben. Es ist ja nicht überall so wie in Berlin, wo es ein breites Angebot an Kinderbetreuungsangeboten gibt, die zudem noch bezahlbar sind.
Ich denke, es gibt viele gute Gründe, sich auch heute noch für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen einzusetzen und die Stimme zu erheben gegen Benachteiligung und Diskriminierung. In diesem Sinne: Einen schönen Frauentag.
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Treffen mit Senatorin Carola Bluhm
Die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Carola Bluhm, empfing in den ersten Märztagen Mitglieder des Vorstandes der Berliner Volkssolidarität in den Räumen der Senatsverwaltung. Bei dem Gedankenaustausch kamen wichtige Themen zur Sprache, die auch unmittelbar die Arbeit des anerkannten Sozial- und Wohlfahrtsverbandes berühren - wie beispielsweise die Förderung des Ehrenamtes, die Erhaltung der Mobilitätshilfedienste oder die Profilierung der Pflegestützpunkte.
"Ein schöner Tag fürs Ehrenamt"
Für bürgerschaftliches Engagement gibt es in Berlin eine neue Form der öffentlichen Anerkennung. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit überreichte im Festsaal des Roten Rathauses an 45 ausgewählte Persönlichkeiten die ersten Ehrenamtskarten der Stadt. Dazu gehörten auch zwei sehr aktive Mitstreiter der Berliner Volkssolidarität - Ortrud Georgy aus Pankow und Brigitte Neumeister aus Marzahn.
Ortrud Georgy war mehr als 20 Jahre ehrenamtliche Vorsitzende des Bezirksverbandes Pankow. Mit besonderem Interesse widmet Sie sich der Unterstützung sozial schwacher, älterer und behinderter Menschen. Brigitte Neumeister ist seit 30 Jahren Ortsgruppenvorsitzende der größten Ortsgruppe der Volkssolidarität in Marzahn mit fast 400 Mitgliedern. Sie ist für ihre Mitglieder wie im Wohngebiet als Ansprechpartner und Vertrauensperson bekannt.
"Ein schöner Tag fürs Ehrenamt" – so Klaus Wowereit in seinen Begrüßungsworten, mit denen er all jenen dankte, die sich tagtäglich ehrenamtlich engagieren. In Berlin gibt es rund 850.000 ehrenamtlich Tätige, deren Leistung zum Gemeinwohl nicht hoch genug zu schätzen sei, so der Bürgermeister. "Bürgerschaftliches Engagement hält unsere Gesellschaft in starkem Maße zusammen. Mit der vom Senat beschlossenen Schaffung der Berliner Ehrenamtskarte und den mit ihr verbundenen Vergünstigungen gibt es jetzt die Möglichkeit, besonders verdienten Ehrenamtlichen ein kleines Dankeschön zukommen zu lassen, das mehr ist als eine Geste."
Mit insgesamt 4.500 Karten pro Jahr würdigt der Senat überdurchschnittliches Engagement seit Anfang 2011. Die Ehrenamtskarte gilt für zwei Jahre und bietet viele Vorteile. Sie ermöglicht vergünstigten Eintritt zu Kultur- und Freizeitveranstaltungen bei den Partnern der Berliner Ehrenamtskarte. Dazu gehören u.a. der Friedrichstadtpalast, das Deutsche Theater, das Deutsche Technikmuseum Berlin, die Archenhold-Sternwarte, der Zoologische Garten, der Tierpark Berlin oder der Berliner Dom.
Nach dem festlichen Auftakt durch den Regierenden wurde nun die Ehrenamtskarte nach einem Schlüssel im Berliner Freiwilligenbereich aufgeteilt. Die Berliner Volkssolidarität kann in diesem Jahr über 100 Ehrenamtskarten verantwortungsvoll verfügen.
Mario Zeidler
Praxisbezogene Kursangebote für pflegende Angehörige
Die Einrichtungen der Sozialdienste der Volkssolidarität Berlin gGmbH machen sich auf den Weg, um pflegende Angehörige durch ehrenamtliche Begleitung noch besser zu unterstützen.
"Viele der pflegenden Angehörigen sind hoch belastet und nehmen Verantwortung wahr", so Verbandspräsident Prof. Dr. Gunnar Winkler in einer Pressemitteilung vom 14.02.2011.
"Dieser Beitrag zu einer humanen Gesellschaft muss gesellschaftlich anerkannt und wertgeschätzt werden." Die Volkssolidarität stehe pflegenden Angehörigen mit ihren professionellen Pflegeleistungen zur Seite, sehe aber auch die alltäglichen Schwierigkeiten, mit denen sie sich auseinandersetzen müssen. "Verbessert werden müssen die Information und Beratung vor und während der Pflege von Angehörigen."Geschulte Sozialarbeiterinnen der Berliner Volkssolidarität bieten künftig gezielte Informationsveranstaltungen an, um pflegende Angehörige mit Rat und Tat zu begleiten. Ein ausgewogener Vorbereitungskurs vermittelt wichtige Grundkenntnisse für die Ausübung dieses Ehrenamtes. Kursbeginn ist am 18. Mai 2011. Das komplette Kursprogramm ist unter der Telefonnummer: 030/30 86 92 71 oder auf der Internetseite:
www.volkssolidaritaet-berlin.de zu erhalten.
"Ich bin eine pflegende Angehörige und möchte das Projekt zur ehrenamtlichen Mitwirkung bei der Begleitung pflegender Angehöriger, unterstützen", beschreibt Frau E., berufstätige Mutter ihre Situation.
"Als mein Vater 2004 plötzlich verstorben ist, habe ich mit meinen Schwestern die Pflege meiner Mutti übernommen. Sie war damals schon bettlägerig und an Alzheimer-Demenz erkrankt. Für uns stand fest, dass sie bei uns bleibt und nicht in ein Pflegeheim zieht. Meine Schwester hat ein großes Haus und sagte spontan "JA" zur Pflege. Dass es sehr anstrengend ist, war uns bekannt. Nach anfänglichen Eingewöhnungsschwierigkeiten klappte es immer besser. Doch nach einem Jahr schlich sie langsam eine Abhängigkeit von der Pflege ein. Sie zog sich immer mehr zurück, Freunde kamen immer seltener und eigene Interessen blieben auf der Strecke. Die Flucht in eine Depression war der einzige Ausweg. Wir Schwestern hielten oft Familienrat und boten unsere Hilfe an. Auch die Unterstützung durch eine Sozialstation wurde abgelehnt. Versagens- und Verlustängste spielten bei ihr eine immer größere Rolle und so drehte sich die Spirale immer weiter bis zum Zusammenbruch. Seit 2009 lebt meine Mutti in einem Pflegeheim und sie fühlt sich wohl. Wir verbringen sehr viel Zeit miteinander und das Verhältnis zwischen Mutter und Kindern ist sehr entspannt geworden. Ich kann mir vorstellen, dass in der Zeit von 2004 bis 2009 ein Pflegebegleiter eine große Unterstützung gewesen wäre. Er hätte uns etwas sehr Wertvolles geben können: Zeit".Dafür setzt sich die Volkssolidarität ein.
Sylvia Svoboda
(Pflegedirektorin und Leiterin des Kompetenzzentrums Pflege der Volkssolidarität)
"Von wegen altes Eisen ..."
Zum Thema des lebenslangen Lernens hat die Berliner Volkssolidarität ohne Frage vieles zu bieten. Und wenn es um Erfahrungen geht, die über Landesgrenzen hinaus ausgetauscht werden sollen, ist der Verband natürlich auch mit Rat und Tat dabei. So ist es erklärtes Ziel eines internationalen Projektes - bei dem der Berliner Verband zu den Mitgestaltern gehört - den länderübergreifenden Erfahrungsaustausch zu befördern.
Im Januar dieses Jahres kamen deshalb Gäste aus Graz (Österreich), aus Belgien sowie dem Landkreis Sankt Wendel im Saarland auf Einladung der Berliner Volkssolidarität im Stadtteilzentrum Marzahn-Mitte zusammen. Sie alle sind in der Seniorenarbeit aktiv und Teilnehmer des EU-Projektes Lernpartnerschaft. Unter dem Motto "Von wegen altes Eisen – Erfahrung hat Zukunft" tauschen sich dabei haupt- und ehrenamtliche Mitstreiter über einen Zeitraum von zwei Jahren zum Thema des lebenslangen Lernens aus. Zum Kennenlernen der Partner gehören dabei auch gegenseitige Besuchsreisen vor Ort.
In Brüssel fand ein erstes Treffen statt. In Marzahn nun folgte eine zweite Zusammenkunft, um aus erster Hand über das mitgliederbetonte Wirken der VS-Bezirksgeschäftsstelle Marzahn-Hellersdorf als Gastgeber und speziell über die breit gefächerten Angebote des Stadtteilzentrums im Herzen des Bezirkes zu erfahren. Monika Neumann, Ortsgruppenvorsitzende aus Biesdorf-Süd erläuterte bei der Gesprächsrunde anschaulich das ehrenamtliche Wirken ihrer Gruppe zum Wohle Hilfesuchender und hilfsbedürftiger Menschen im Kiez.
Der länderübergreifende Erfahrungsaustausch zum Lernprojekt mit genannten Partnern – aber mit unterschiedlichen Teilnehmern - wird noch in diesem Jahr weitergeführt. Demnächst geht es zum Seniorenbüro Sankt Wendel im Saarland, danach zum Verein "Aktive Senioren Graz e.V." Das EU-Lernprojekt wird bis 2012 noch zahlreiche Vorhaben bürgerschaftlichen Engagements aufgreifen und verallgemeinern helfen.
Mario Zeidler
Winterfeuer für Klein und Groß
Mit einem zünftigen Winterfeuer feierte die Kindertagesstätte "Waldhäuschen" in Marzahn-Biesdorf ihre fünfjährige Zugehörigkeit zur Berliner Volkssolidarität. Seit Anfang 2006 befindet sich nunmehr die Einrichtung in Trägerschaft der Kinder- und Jugend gGmbH der Volkssolidarität Berlin. Bei frostigen Temperaturen wärmte und erfreute das Lagerfeuer im Garten der gefragten Einrichtung in der Schwabenallee Kinder, Eltern und Gäste.
Der Kälte wurde mit heißen Getränken, Würstchen und schmackhafter Soljanka getrotzt. Kinder, Eltern wie auch Erzieherinnen waren sich einig, das gesellige Miteinander beim Winterfeuer soll nicht einmalig sein. Heike Stroth, Leiterin der Kindertagesstätte, versprach, dass das Winterfeuer von nun an zur Tradition werden wird – gewissermaßen im Rahmen einer vielseitigen Angebotspalette des Hauses ein erster Höhepunkt zum Jahresanfang sein soll. Zur Kinder- und Jugend gGmbH der Volkssolidarität in Berlin gehören gegenwärtig insgesamt sechs Kindertagesstätten, in der mehr als 1.000 Kinder liebevoll umsorgt werden.
Mario Zeidler
Herausgegeben von der Volkssolidarität Landesverband Berlin e.V.