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Dieses Archiv bietet Ihnen einen Überblick über die älteren Artikel der Rubrik AKTUELLES aus Berlin.

Was bringt uns das neue Bündnis?

Die neueste Ausgabe unseres Maga­zins IM FOKUS ist erschienen. In der Nr. 4-2011 können Sie sich anhand der Viel­zahl von Bei­trägen erneut ein an­schau­liches Bild über die Berliner Volks­solidarität machen. Das Vorwort stammt von der Vor­sitzenden Dr. Heidi Knake-Werner. Darin heißt es:

"In den nächsten Tagen wird sich in Berlin eine neue Landes­regierung kon­sti­tu­ieren; die bisherige rot-rote Koalition hat bei den Wahlen keine Mehr­heit mehr bekommen und so wird Berlin künftig von einem Bündnis aus SPD und CDU mit Klaus Wowereit an der Spitze regiert.

Uns interessiert natürlich vor allem, was wird sich mit diesem neuen Bündnis ändern? Bleiben die Weichen für das soziale Berlin gestellt und wird Berlin auch für ältere Menschen lebenswert bleiben oder wird die Ausrichtung an den Interessen der Wirtschaft die künftige Politik bestimmen?

Nachdem der Koalitionsvertrag auf dem Tisch liegt, herrscht in den Medien die Meinung vor, die Linie von Rot-Rot wird fortgesetzt, einen Kurswechsel wird es nicht geben. Und tatsächlich wird im Vertrag z.B. als Leitziel eine "hochwertige, würdevolle, wohnortnahe Versorgung älterer Menschen" aufgestellt und das Prinzip der Inklusion behinderter Menschen postuliert. Das lässt hoffen, aber sehr viel Konkretes findet sich nicht. Wie soll es weitergehen mit der Barrierefreiheit im öffentlichen Raum, was passiert mit der S-Bahn, wer schafft den notwendigen seniorengerechten Wohnraum und wie soll es gelingen, ein engmaschiges Netz an Nachbarschaftstreffs, Beratungs- und Unterstützungsangeboten vor Ort mit gut qualifiziertem Personal zu schaffen.

Die Gesundheitsämter leiden unter Personalmangel, die notwendige Anzahl an Pflegestützpunkten lässt auf sich warten, der Fachkräftemangel in den Pflegeeinrichtungen ist bedrohlich und mancher Nachbarschaftstreff hält sich nur mit Ehrenamtlichen über Wasser. Die ÖBS-Stellen, die viel zum sozialen Zusammenhalt im Kiez beigetragen haben, wird es nicht mehr geben. Es gibt also viel zu tun, schöne Worte reichen nicht, um unser Berlin für alle sozial und lebenswert zu erhalten."


Die Aktuelle und alle älteren Ausgaben finden Sie hier.

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Demenzfreundliche Kommune Lichtenberg e.V.

In feierlichem Ambiente fand die Gründungs­ver­sammlung der Demenz­freund­lichen Kom­mune Lichten­berg e.V. (iG) statt. 15 Gründungs­mit­glieder, darunter lang­jährige Netzwerk­partner aus dem Gesundheits- und Pflege­bereich, ver­sam­melten sich in der Ein­becker Straße 85 in Alt-Friedrichs­felde. Zum 1. Vorsitzenden wurde Robert Stephan gewählt, Sozial­arbeiter im Pflege­stützpunkt Lichtenberg, deren Träger die Volks­soli­darität Landes­verband Berlin e.V. ist.

Der Verein Demenzfreundliche Kommune Lichtenberg e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, die Lebensbedingungen für Menschen mit Demenz zu verbessern. Um dieses Ziel zu verfolgen, schafft der Verein einen Rahmen zur Wahrnehmung zivilgesellschaftlicher Verantwortung. Demenz stellt eine der großen kulturellen Herausforderungen dar, die es gemeinsam mit den Erkrankten, den Angehörigen, den verantwortlichen politischen Akteuren und der Gesellschaft insgesamt anzunehmen gilt.

Die Initiative Demenzfreundliche Kommune Lichtenberg ist bereits seit dem Jahr 2008 im Bezirk Lichtenberg aktiv. Mit Hilfe spendenfinanzierter Öffentlichkeitsmaterialien und kostenloser Schulungen zum Thema Demenz sowie großem ehrenamtlichem Engagement leisteten die Akteure bislang umfangreiche Informations- und Aufklärungsarbeit vor Ort. Im vergangen Jahr wurden über 60 Angestellte der lokalen Wohnungswirtschaft, darunter Hausmeister, Kundenbetreuer sowie Mitarbeiter der Geschäftsführung zum Thema Demenz geschult. 2011 gab es den ersten Lichtenberger Bürgerinformationstag im Paritätischen Seniorenwohnen Dr. Victor Aronstein zu diesem Thema, es folgten mehrere Informationsveranstaltungen in Seniorenbegegnungsstätten sowie die fachliche Fortbildung von Arzthelferinnen im Polikum am Fennpfuhl und ehrenamtlichen Mitgliedern des Besuchsdienstes der Evangelischen Paul-Gerhardt-Gemeinde Lichtenberg. Ziel für 2012 ist es, die Zusammenarbeit mit Lichtenberger Schulen auszubauen.

Weitere Anliegen der Initiative sind die Schaffung von Angeboten zur Bewegungsförderung und Freizeitgestaltung und damit die Ermöglichung einer aktiven Teilnahme am Gemeinwesen. Um das vorhandene Beratungs-, Unterstützungs- und Entlastungsangebot aufzuzeigen, werden die pflegerischen, ärztlichen und komplementären Angebote im Bezirk Lichtenberg zukünftig in einer Broschüre zusammenfasst und kostenlos verteilt.

Um diese anspruchsvollen Ziele zu erreichen, braucht es viele lokale Unterstützer, die den Verein mit ihren Ideen, ihrer Fachlichkeit sowie ihrem persönlichem Engagement, aber auch mit finanziellen Mitteln tatkräftig vorantreiben.

Wenn Sie Interesse an der Gestaltung und Förderung der Demenzfreundlichen Kommune Lichtenberg haben und sich aktiv an der Vereinsarbeit beteiligen möchten, wenden Sie sich einfach an uns! Werden Sie Mitglied!

Ansprechpartner
Robert Stephan (1.Vorsitzender)
Demenzfreundliche Kommune Lichtenberg e.V. (iG)
im Pflegestützpunkt Lichtenberg
Einbecker Straße 85, 10315 Berlin

Tel. 030/ 983 17 63 - 24
Fax. 030/ 983 17 63 - 19
E-Mail: robert.stephan@volkssolidaritaet.de



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Erfolgsgeschichte wird fortgesetzt

"Die Fest­ver­an­staltungen zum 66. Jahres­tag unserer Volks­soli­darität sind kaum ver­klungen, schön rüsten wir uns mit der heutigen Kon­ferenz für neue Auf­gaben und Heraus­for­derungen", so eröffnete Dr. Heidi Knake-Werner ihr Referat auf der Landes­delegierten­konferenz am 26. Oktober in Berlin.

Die Volkssolidarität hat in all den Jahren ihre dynamische und erfolgreiche Leistungsfähigkeit als gemeinnütziger Sozial- und Wohlfahrtsverband unter Beweis gestellt. Die Vorsitzende des Berliner Verbandes bekräftigte den Anspruch des Vorstandes, die Erfolgsgeschichte der Volkssolidarität fortzusetzen und mit aktiver Solidarität und sozialpolitischer Interessenvertretung dem Motto "Miteinander – Füreinander" gerecht zu werden. Erklärtes Ziel ist es, das Profil als ein Verband aller Generationen zu profilieren.

Gerade der Bedarf an aktiver Soli­darität werde in den nächsten Jahren noch dringender werden. Schon heute leben in Berlin 150.000 Kinder in Armuts­ver­hältnissen. Tausende Menschen sind trotz Erwerbs­tätig­keit auf er­gän­zende Sozial­leis­tungen an­ge­wiesen. Mit dem Aus des Öffent­lich geförderten Beschäf­tigungs­sektors stehen viele Angebote auch der Volks­soli­darität auf dem Spiel – wie zum Beispiel in den Nach­bar­schafts­treffs. Darauf müsse sich der Verband einstellen und seine Strukturen anpassen.

Ein zentrales Thema der Beratung waren Überlegungen zur Mitgliederwerbung. Obwohl 2010 genau 730 neue Mitglieder gewonnen wurden, konnte der Rückgang insgesamt nicht aufgehalten werden. Heidi Knake-Werner verwies darauf, dass im Zuge der demografischen Entwicklung nicht nur die Zahl der Pflegebedürftigen zunehme. Vor allem steige auch die Zahl älterer rüstiger Frauen und Männer, die bereit und interessiert sind, sich für sich selbst und für andere zu engagieren. Diese neuen Chancen müssen genutzt und neue, sinnvolle Angebotsformen etabliert werden. Neue Wege müssen auch bei der Mitgliederbetreuung beschritten werden. So sollen in jedem Bezirk Besuchsdienste aufgebaut werden, die betagte Mitglieder zuhause oder in den Einrichtungen besuchen und das Gefühl der Gemeinschaft geben.

Auch in der an­geregten und kritischen Dis­kussionsr­unde ging es viel­fach um die Mit­glieder­gewinnung. Monika Neumann aus Marzahn berichtete darüber, wie ihre Gruppe monatlich eine Ver­anstal­tung für Mit­glieder - aber auch für Nicht­mit­glieder – gestaltet.

Das sei die beste Werbung für die Volks­soli­darität und so konnten in diesem Jahr bereits 17 (2010 insgesamt 25) neue Mit­streiter gewonnen werden. Ingeborg Simon, stell­ver­tretende Vor­sitzende, unter­strich den Gedanken, viel konsequenter die öffent­lich­keits­wirk­samen Konzerte von VS Kultur oder die Ex­per­ten­runden des Bildungs­kreises im Stadt­teil­zentrum Marzahn-Mitte für die Mit­glieder­werbung zu nutzen.

Ein­stimmig wurde der Antrag beschlossen, Dr. Christine Roßberg für ihr lang­jähriges und engagiertes Wirken im Bezirks- und Landes­verband – zuletzt als Vorsitzende – mit der Ehren­mit­glied­schaft zu würdigen.

Mario Zeidler

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Ortsgruppen aus Marzahn und Hellersdorf spenden für Freizeithaus

"Die Villa ‚Pelikan' war für mich Liebe auf den ersten Blick", so erinnert sich Edith Vollard von der Ortsgruppe 127 aus Marzahn an die Anfänge der Zusammenarbeit. Als Wilhelm Kammer von der benach­barten Orts­gruppe aus Kauls­dorf auf einer Beratung von seinen ersten Kontakten zum Frei­zeit­haus berichtete, war sie sofort interessiert.

Ging es hier doch darum, sozial benachteiligte Kinder und Jugend­liche im Alter zwischen 4 und 16 Jahren zu unterstützen. Die Idee, zu helfen war sofort geboren. Die Kinder benötigten Materialien zum Basteln, Schneidern u.v.m. Die Mitglieder um Edith Vollard boten an, einen Grill-Nachmittag in den Sommerferien im großen Garten der Einrichtung zu gestalten. Außerdem kümmerten sich die rührigen Ehrenamtler der Volkssolidarität fortan um Stoffe, Wolle, Laken, Bastelmaterialien, Plüschtiere und anderes.

Mitte Juli wurde dann gegrillt, ein toller Erfolg für beide Seiten. Es folgte eine Dampferfahrt. "Seit diesen Tagen liegen uns die Kinder am Herzen."In Zusammenarbeit mit der Leitung des Hauses entstand darauf die Idee, eine Kinder- und Jugendbücherei aufzubauen. Dafür wurde erst einmal eine ordentliche Regalwand benötigt. Die Ortsgruppen aus Marzahn und Hellersdorf zögerten nicht lange und trugen mit Aufrufen und Spenden die nötigen 900 Euro für das Freizeitzentrum zusammen.

Ende November war es soweit: Der Aufbau der Regale wurde durch Aktivisten der Volks­soli­darität bewerk­stelligt. Mittler­weile werden allerorts Kinder- und Jugend­bücher gesucht, es soll ja eine respektable Bibliothek werden. Und auch die VS-Kinder- und Jugend gGmbH wird unter­stützend zur Seite stehen.

Für das nächste Jahr gibt es schon weitere Pläne. Im nächsten Sommer sollen Orts­gruppen des Bezirks­verbandes aufgerufen werden, jeweils für einen Tag die Ferien­gestaltung in der Villa "Pelikan" zu übernehmen. Zum Weihnachts­fest jedenfalls, haben die VS-Mitglieder ihre Versprechen eingelöst. Nicht nur die Bibliothek ist im Aufbau, auch der Weihnachts­baum und Tannengrün wurden gespendet.

Mario Zeidler

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Dank an aktive Mitstreiter

Anlässlich des 66. Geburts­tages der Volks­soli­darität wurden auf zahl­reichen Ver­anstal­tungen be­sonders aktive Mit­glieder geehrt. Die Vors­itzende der Ber­liner Volks­soli­darität, Dr. Heidi Knake-Werner, zeichnete am 23. Oktober auf einer Fest­ver­anstaltung im Hotel Maritim ver­dienst­volle Orts­gruppen­vor­sitzende, Helfer und Haupt­kassierer mit der Soli­daritäts­nadel in Silber (10 Mitglieder) und der Solidaritäts­nadel in Bronze (30 Mitglieder) aus.

Am Tag zuvor beging der Bundes­verband bei einer Aus­zeichnungs­feier in Berlin den Jahres­tag der Gründung der Volks­soli­darität. Verbands­präsident Prof. Dr. Gunnar Winkler würdigte bei dem tradi­tionellen Ereignis im Ber­liner Hotel Park Inn ver­dienst­volle Mit­glieder, Mit­arbeiter und Unter­stützer des Ver­bandes mit Ehren­nadeln, -preisen und -plaketten. Zu den Geehrten gehörten u. a. vom Berliner Landes­verband Dr. Klaus Sack (Solidaritätsnadel in Gold) sowie Walburg Borowiak für ihr 15-jähriges Engagement bei VS Kultur (Ehrenplakette).

Zu einem weiteren Höhe­punkt gelang das stimmungs­volle Fest­konzert des Berliner Landes­ver­bandes am 24. Oktober im großen Saal der URANIA. Das Ensemble Sabawa unter Lei­tung von Ilya Kurtev sowie Peter Orloff, der Chor der Schwarz­meer­kosaken und Tänzer des Fernseh­balletts ver­zauberten die Gäste im aus­verkauften Haus mit einer gekonnten Mischung aus Musik, Tanz und Gesang.

Eine Auflistung aller Auszeichnungen finden Sie hier.

Mario Zeidler


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Am 8. November 2011 startet ein neuer Vorbereitungskurs

Wenn Sie Freude am Umgang mit älteren Menschen haben und einige Stunden Zeit ver­schenken möchten, dann unter­stützen Sie unsere Mit­ar­bei­ter bei der Be­treu­ung unserer Gruppen für demenz­kranke Menschen. Wie bieten Ihnen eine spezielle Fort­bildung für ein ab­wechslungs­reiches Tätig­keits­feld, den Er­fahrungs­aus­tausch in der Gruppe und eine Auf­wands­ent­schädigung. Ein späterer Einstieg in den Kurs ist möglich.

Näheres erfahren Sie von Frau Wandrey und im aktuellen Kursplan. Wir freuen uns auf Ihren Anruf unter 030.30869271.


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"Von wegen altes Eisen ..."

Zum Thema des lebens­langen Lernens hat die Ber­liner Volks­soli­darität ohne Frage vieles zu bieten. Und wenn es um Er­fah­rungen geht, die über Landes­grenzen hinaus aus­ge­tauscht werden sollen, ist der Ver­band natürlich auch mit Rat und Tat dabei. So ist es er­klärtes Ziel eines inter­nationalen Projektes - bei dem der Berliner Ver­band zu den Mit­ge­staltern gehört - den länder­Ã¼ber­grei­fenden Erfahrungs­aus­tausch zu befördern.

Im Januar dieses Jahres kamen Gäste aus Graz (Öster­reich), aus Belgien sowie dem Land­kreis Sankt Wendel im Saar­land auf Ein­ladung der Berliner Volks­soli­darität im Stadt­teil­zentrum Marzahn-Mitte zusammen. Wir berichteten darüber in unserem Ver­bands­magazin. Alle sind in der Senioren­arbeit aktiv und Teil­nehmer des EU-Projektes Lern­partnerschaft. Unter dem Motto "Von wegen altes Eisen – Erfahrung hat Zukunft" tauschen sich dabei haupt- und ehren­amtliche Mit­streiter über einen Zeit­raum von zwei Jahren zum Thema des lebens­langen Lernens aus.

Zum Kennen­lernen der Partner gehören dabei auch gegen­seitige Besuchs­reisen vor Ort. Im Rahmen des Pro­jektes fand deshalb kürzlich ein weiteres Tref­fen in der deutschen Gemeinde Raeren in Belgien statt. Von der Berliner Volks­soli­darität waren dabei: Ursula Liebig aus der Orts­gruppe 201, Edith Vollard, Vor­sitzende der Orts­gruppe 127, Hans-Ulrich Theile, Vor­sitzender des Beirates der Berliner VS und Heino Hankewitz

Der länder­Ã¼ber­greifende Erfahrungs­austausch zum Lern­projekt mit genannten Partnern – aber mit unter­schiedlichen Teilnehmern - wird weitergeführt. Das EU-Projekt wird bis 2012 noch zahlreiche Vorhaben bürger­schaftlichen Engagements aufgreifen und ver­all­gemeinern helfen.

Mario Zeidler


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Wählen ist demokratische Pflicht

Die neueste Aus­gabe unseres Magazins IM FOKUS ist erschienen. In der Nr. 3-2011 können Sie sich anhand der Viel­zahl von Bei­trägen erneut ein an­schau­liches Bild über die Berliner Volks­soli­darität machen. Das Vorwort stammt von der Vor­sitzenden Dr. Heidi Knake-Werner. Darin heißt es:

"Am 18. September werden in Berlin das Ab­geordneten­haus und die Bezirks­ver­sammlungen neu gewählt. Viele Parteien werden zu dieser Wahl antreten, bekannte, die heute schon im Parlament sitzen, aber auch weitgehend unbekannte. Sie alle werben um Ihre Stimme, hoffen auf breite Unter­stützung und darauf, den Einzug in das Ab­geordneten­haus oder in die Bezirks­parla­mente zu schaffen.

Das Wichtigste an diesen Wahlen ist, dass Wählerinnen und Wähler ihr Wahlrecht wahrnehmen. Leider hat die Wahlbeteiligung in den letzten Jahren stark abgenommen - auch in Berlin. Ich finde das problematisch und meine, das schadet unserer Demokratie, wenn die Menschen nicht wenigstens diese Möglichkeit nutzen, um die politische Entwicklung in ihrem unmittelbaren Umfeld oder im Land mit zu beeinflussen. Umfragen machen allerdings deutlich, dass immer weniger Menschen glauben, die Politik durch Wahlen wirklich beeinflussen zu können. Und wenn man sich eine Reihe bundespolitischer Entscheidungen in diesem Jahr anschaut, dann stimmt das ja auch: das atomare Moratorium, die Eurorettungspakete, der Panzerexport nach Saudi-Arabien – alles Entscheidungen der Bundesregierung am Parlament vorbei. Die demokratische Vertretung des Wahlvolkes wurde auf diese Weise ausgehebelt. Solche Entwicklungen tragen nicht dazu bei, das Vertrauen von Wählerinnen und Wählern zu gewinnen.

Die rotrote Landesregierung hat daraus längst Konsequenzen gezogen und durch die Erleichterung von Volksentscheiden die Mitsprache der Berliner Bevölkerung nachdrücklich gestärkt und damit unterstrichen, dass sie den Wählerwillen respektiert: bei der Schließung von Tempelhof, bei der Entscheidung zum Ethikunterricht, beim Berliner Wasser.

Auch künftig muss es darum gehen, solche Elemente direkter Demokratie zu erhalten und auszubauen. Deshalb ist wählen Pflicht und zwar Parteien, die dafür stehen. Die Partei "Pro Deutschland", die auf ihren Plakaten mit einer durchgestrichenen Moschee wirbt und die rechtsextremistische NPD, die mit fremdenfeindlichen Parolen hetzt, gehören aus meiner Sicht nicht dazu. Sie haben im Parlament nichts zu suchen!"


Die Aktuelle und alle älteren Ausgaben finden Sie hier.


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25 Jahre Seniorenheim Woldegker Straße

Ein schöner Anlass, um am 6. Oktober 2011 gemein­sam mit den Be­wohnern und Gästen ein fröh­liches Fest zu feiern. Ein­ge­laden waren nicht nur die Be­wohner und Mit­ar­bei­ter des Hauses – auch für alle In­te­res­sier­ten aus der näheren oder wei­teren Um­gebung standen die Türen an diesem Tag ganz besonders weit offen. Jeder konnte aus­führliche und in­di­vi­duelle In­for­mationen er­halten und sich ganz konkret beraten lassen – das Senioren­heim "hautnah und zum anfassen"!

Dieser Tag war auch Anlass um allen Mitarbeitern Dank zu sagen, für Ihre tägliche Arbeit und Ihren vielfältigen hohen Einsatz, um den Bewohner ein heimischen Gefühl zu geben und sie rundherum bestens zu versorgen. Stellvertretend dafür gab es einen großes Dankeschön für Frau Kirstin Weber, die seit 1986 im Seniorenheim tätig ist. Frau Gisela Hellmiß und Herr Tilo Fabiunke wohnen seit der Eröffnung der Einrichtung im Jahre 1986 im Seniorenheim Woldegker Straße und freuten sich ebenfalls über einen großen Blumenstrauß.

Frau Ehbets als Landes­geschäfts­führerin und Frau Dr. Römer als Ver­tre­terin der Geschäfts­führung der Sozial­dienste der Volks­soli­darität über­mit­telten ganz herzliche Glückwünsche an die Mit­arbeiter und Mit­arbei­te­rinnen und Be­wohner und Be­woh­nerinnen des Hauses. Sie ver­wiesen auf die lange Tra­di­tion der Ein­richtung an diesem Standort und die erfol­greiche Arbeit seit Übernahme der Einrichtung durch die Volks­soli­darität am 01.01.1995.

Ein kulturelles Rahmenprogramm begleitete die Bewohner und Gäste durch den Tag. Rita Walter Sängerin und Moderatorin (Radio Antenne Brandenburg) präsentierte eine interessante Show mit Künstlern u.a. als Stargast Uwe Jensen. Die Veranstaltung wurde auch genutzt um sich bei aktiven ehrenamtlichen Helfern für die geleistete Arbeit und hohe Einsatzbereitschaft zu bedanken.


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Neues ambulantes Behandlungsangebot für Suchtkranke

Am 21.9.2011 wurde die Tages­klinik "An der Wuhle" in Träger­schaft der Wuhle­tal gGmbH im Bei­sein zahl­reicher Gäste in der Kranken­haus­kirche im Wuhl­garten feier­lich eröffnet. Unter den Gästen be­fanden sich zahl­reiche Ko­operations­partner, beispiels­weise von Sucht­hilfe­ein­richtungen, vom ukb sowie von Vivantes und auch unsere Bezirks­bürger­meisterin, Frau Pohle. Frau Dr. Knake-Werner, die Landes­vor­sitzende der Volks­soli­darität, sprach ein Gruß­wort mit guten Wünschen für die zu­künftige Arbeit der Ein­rich­tung.

Nach dem Festakt gab es die Möglichkeit zur Besichtigung der Einrichtung und eine kleine kulinarische Stärkung. Fachvorträge gaben dem Tag einen fachlichen Rahmen; es sprachen: Herr Prof. Nickel, ehemaliger Ärztlicher Direktor des Wilhelm-Griesinger-Krankenhauses, Frau Urland, Klinische Direktorin der Fachklinik in Motzen und Herr Fischer, Suchthilfekoordinator des Stadtbezirkes.

An der Vor­berei­tung und Durch­führung der Ver­an­stal­tung waren die Pa­tien­ten und Mit­arbeiter der Ein­richtung aktiv und feder­führend be­teiligt. So wurden beispiels­weise das Kuchen­büffet und eine Aus­stel­lung mit Pro­dukten der Ergo­therapie durch die Pa­tienten selbst her­gerichtet.

Das Angebot der ganz­tägig ambulanten Ent­wöhnungs­behandlung in der Tages­klinik "An der Wuhle" richtet sich an alkohol- und medikamenten­abhängige Frauen und Männer ab dem 18. Lebensjahr, die den Wunsch haben, langfristig suchtmittelabstinent zu leben.

Kontakt
Wuhletal gGmbH Psychosoziales Zentrum
Dorfstr. 45 - 47, 12621 Berlin

Tel.: 030-56599590
Fax: 030 - 56599599
post@wuhletal.de


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Pflegestützpunkt Lichtenberg hat eine neue Adresse

Der Umzug vom Pflege­stütz­punkt Lichten­berg mit den Pro­jek­ten P.L.A.N. und Demenz­freund­liche Kom­mune Lichten­berg ist voll­zogen.

Ab dem 22. August 2011 be­findet sich der Pflege­stütz­punkt Lichten­berg mit seinen Pro­jek­ten P.L.A.N und Demenz­freund­liche Kom­mune Lichten­berg unter neuer Adresse in der Einbecker Straße 85, 10315 Berlin.

Die Telefon- und Faxnummern sowie die E-Mail-Adresse bleiben unverändert:
Tel.: (030) 9831 763 – 0
Fax: (030) 9831 763 – 19
www.pflegestuetzpunkteberlin.de

Unsere Sprechzeiten sind
Dienstags von 9:00 – 12:00 Uhr
Donnerstag von 12:00 – 18:00 Uhr
und nach Vereinbarung


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Angeregte Debatte zu den Wahlprüfsteinen der Volkssolidarität

Wer wird im Ab­ge­ord­neten­haus von Berlin und in den Bezirks­ver­ord­neten­ver­samm­lungen das Sagen haben? Neben zahl­reichen Wahl­ver­anstal­tungen, die es in den ver­gangenen Wochen bereits in vielen Bezirks­verbänden und Orts­gruppen gab, ver­anstal­tete die Ber­liner Volks­soli­darität ab­schließend ein zentrales Wähler­forum des Landes­verbandes am 7. September 2011 im Haus des SoVD an der Janno­witz­brücke.

Heidi Knake-Werner, Vor­sitzende der Ber­liner Volks­soli­darität, verwies in ihren Eröffnungs­worten u.a. auf die viel­fachen Probleme bei der steigenden Kinder- und Alters­armut in Berlin. Damit war ein Schwer­punkt umrissen, zu dem die geladenen Politiker aller im Ab­geordneten­haus ver­tretenen Frak­tionen in der Debatte auch Stellung bezogen.

An der an­ge­regten zwei­einhalb­stündigen Diskussion kamen Michael Lehmann (SPD), Carola Bluhm (Die Linke), Ramona Pop (Bündnis 90/Die Grünen), Gregor Hoffmann (CDU) und Thomas Seerig (FDP) zu Wort. Als Grund­lage für den Meinungsaustausch dienten die Wahlprüfsteine, die der Vorstand der Berliner Volkssolidarität erarbeitet hatte. Zu den mitunter kontrovers geführten Themen gehörten die Generationen übergreifende Familienpolitik, die Wertschätzung des Ehrenamtes sowie die künftige Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik.

Mario Zeidler


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Von Hüpfburg bis zur Ehrenamtsmesse

Hüpfburg und Kinder­schminken, ein Märchen­wald mit Bastel- und Mal­ständen, ein buntes Bühnen­programm mit viet­name­sischer Folk­lore, einer Stepp­tanz­gruppe oder dem Auf­tritt des Paten­kinder­gartens "Pinoccio" – den ganzen Tag hin­durch war etwas los beim 2. Kiezfest für Jung und Alt am 3. Sep­tember im Park an der Volk­rad­straße von Lichten­berg.

Zum Gelingen des gut or­ga­ni­sier­ten Tages trug nicht nur das schöne Spät­sommer­wetter bei, sondern vor allem ein ganzes Team von kom­pe­ten­ten Mit­ver­anstal­tern. Unter Feder­führung der gemein­nützigen GmbH Alten­zentrum "Erfülltes Leben", einer Tochter­gesell­schaft der Berliner Volks­soli­darität, fanden die unter­schied­lichsten Partner aus dem Wohn­gebiet zusammen – von der HOWOGE, dem Bezirks­verband der Volks­soli­darität, der Jugend­hilfe in Lichten­berg bis hin zum Ko­operations­kinder­garten.

Eine Ehrenamts­messe unter­schied­licher Träger des Wohn­umfeldes infor­mierte über Möglich­keiten des bürger­schaftlichen Engagements. Nicht ohne Grund lobten bei der Eröffnung sowohl Bezirks­bürger­meisterin Christina Emmrich als auch VS-Vor­sitzende Heidi Knake-Werner die lebendige Kiezkultur. "Lichtenberg ist eine wirkliche Bürgerkommune", so Heidi Knake-Werner. "Man blickt über den eigenen Gartenzaun und fördert so ein soziales Miteinander, in dem man sich zu Hause fühlen kann."

Mario Zeidler


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Klaus Wowereit informierte sich bei der Volkssolidarität

Der Regierende Bürger­meister von Berlin Klaus Wowereit eröffnete am 27. August 2011 auf dem Breit­scheid­platz in Berlins Zentrum die 37. Berliner Senioren­woche. Unter dem Motto "Ältere Menschen – aktiv in Berlin" lädt die tradi­tionelle Senioren­woche vom 27. August bis 8. September 2011 zu über 450 Ver­anstaltungen in allen Berliner Bezirken ein.

Zum Eröffnungs­tag am 27. August waren die Bürgerinnen und Bürger zu einem großen Fest auf dem Breitscheidplatz eingeladen. An rund 200 Informationsständen präsentierten sich Frei­willigen­organi­sationen, Bezirksämter, Verbände, Vereine und Selbsthilfegruppen den zahlreichen Besuchern des Tages. Außerdem sorgten ein buntes Bühnenprogramm, Vorführungen, Spiel und Tanz für beste Unterhaltung.

An den Ständen der Berliner Volkssolidarität war stets reger Betrieb. Zu den interessierten Gästen zählten der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit sowie die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Carola Bluhm.

M. Zeidler


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Feierliche Eröffnung der neuen Tagespflegestätte "EL-Friede"

Lichtenberg ist um ein Angebot für ältere Men­schen reicher. Am 5. August 2011 fei­er­te die ge­mein­nüt­zige GmbH Alten­zentrum "Erfülltes Leben" die Er­Ã¶ff­nung der neu­er­richteten Tages­pflege­stätte "EL-Friede". Ein­ge­laden hat­ten der Ge­schäfts­führer der Alten­zen­trum "Erfülltes Leben", Herr Thomas Böhlke, sowie das frisch­gebackene Pflege- und Betreuungs­team der "EL-Friede".

Zu den Gästen zählten unter anderem die Vorstandsmitglieder Frau Simon und Herr Prof. Brauns, die Landesgeschäftsführerin der Volkssolidarität, Frau Ehbets, die Vertreter der Lichtenberger Bezirksgeschäftsstelle Frau Tramp und Frau Dr. Steiner, die Mitarbeiter des Pflegestützpunktes Lichtenberg sowie Vertreter vom Lichtenberger Kulturverein. Ein spezieller Dank ging zu diesem Festtag an den Architekten Herrn Jentsch und an die Kollegen der Baufirmen und Gewerke.

Mit dem Pflege­heim "Haus Abend­sonne" und der neuen Tages­pflege­stätte "EL-Friede" leistet das Alten­zentrum "Erfülltes Leben", eine Tochter­gesell­schaft des Volks­soli­darität Landes­verband Berlin, einen wichtigen Beitrag auf dem Weg zu einer flächendeckenden Infrastruktur von stationären und teilstationären Angeboten im Stadtbezirk.

Die Tagespflegestätte befindet sich im Erdgeschoss des Pflegeheimes "Haus Abendsonne" in der Volkradstraße 28 in Friedrichsfelde und bietet Platz für bis zu 15 Menschen mit Demenz oder anderen gesundheitlichen Einschränkungen. Sie ist von montags bis freitags in der Zeit von 7:00-18:00 Uhr geöffnet.

"EL-Friede" hält ein umfang­reiches und viel­sei­tiges Be­treu­ungs­angebot für die Tages­gäste bereit. Neben den Betreu­ungs­an­ge­boten, gibt es selbst­ver­ständlich eine pfle­ge­rische Be­treu­ung, die Ver­sorgung mit Mahl­zeiten und auch einen Ruheraum zum Ent­spannen. Der haus­eigene Fahr­dienst er­möglicht den Tages­gästen einen zuverlässigen Transfer von und zur eigenen Wohnung. Interessenten und ihre Angehörigen sollten sich nicht zu viel Zeit lassen - die Anmeldungen sind bereits im vollen Gange.

Informationen über die angebotenen Leistungen und Kosten erhalten Sie unter www.erfuelltesleben.de oder telefonisch beim Geschäfts­führer, Herrn Thomas Böhlke, Tel: 030 / 51 58 81 52.

Altenzentrum "Erfülltes Leben" gGmbH Berlin Friedrichsfelde
Volkradstraße 28 - 10319 Berlin


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Dank an alle Mitglieder die für den Hospizdienst gespendet haben

Ende Mai haben 12 neue ehren­amt­liche Mit­arbei­ter den Vor­berei­tungs­kurs in unserem Ambu­lanten Hospiz­dienst ab­ge­schlos­sen und stehen nun für die Be­gleitung ster­ben­der Men­schen und deren Ange­höriger zur Ver­fügung. Im Jahr 2010 war die Zahl der be­glei­teten Menschen auf 95 gestiegen.

Die kosten­freie Unter­stützung betrof­fener Familien durch unseren Ambu­lanten Hospiz­dienst ist ein zusätzliches Angebot zu den pflegerischen Hilfen durch die Sozialstationen und Pflegeheime der Volkssolidarität. Bis zum Ende des Lebens wollen wir die beste Beratung und Unterstützung für unsere Mitglieder gewährleisten. Dass der Hospizdienst die ehrenamtliche Tätigkeit so gut ausbauen, stärken und qualitativ sichern konnte, ist auch ein Ergebnis der Spenden, die durch die Ortsgruppen der Kreisverbände gesammelt wurden. Allen Spendern und Unterstützern möchten wir auf diesem Weg herzlich und ausdrücklich danken.

Susanne Rehberg, Leitung Hospizdienst


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Ortsgruppen spendeten für das Behindertenwohnheim Puschkinallee

Im Wohnheim für Behinderte in der Pusch­kin­allee gab es kürzlich Grund zur Freude. Der Bezirks­vorsitzende der Volks­so­li­darität von Trep­tow-Köpe­nick Dietmar Weller übergab einen sym­bolischen Scheck in Höhe von 1.650 Euro an die Heimleitung.

Die Ortsgruppen des Bezirksverbandes hatten in ihren Reihen gesammelt und dabei diese stolze Summe zusammengetragen. "Wir waren von der Höhe der Spenden wirklich überrascht", so Dietmar Weller. Ein anschauliches Beispiel dafür, wie es die Mitglieder unseres Sozial- und Wohlfahrtsverbandes verstehen, Solidarität nicht nur entgegen zu nehmen, sondern auch an Bedürftige weiter zu geben.

Die 1998 eröffnete Wohneinrichtung der Berliner Volkssolidarität bietet geistig und mehrfach behinderten Erwachsenen ein vollstationäres Betreuungsangebot und beherbergt 19 Bewohner im Alter zwischen 20 und 69 Jahren. Rund um die Uhr werden die Bewohner von einem qualifizierten Team unter Leitung von Harald Jantz umsorgt. In dem Wohnheim in der Puschkinallee in unmittelbarer Nähe des Treptower Parks leben die Betreuten in familienähnlichen Strukturen. Im Mittelpunkt steht die individuelle Zuwendung für die einzelnen Heimbewohner. Über die zeitintensive Arbeit und die vielfältigen Angebote beispielsweise der Kreativwerkstatt informierten sich bei der Scheckübergabe auch Mitglieder der beteiligten Ortsgruppen aus Treptow-Köpenick. Die Spende wurde teilweise bereits für die Anschaffung eines speziellen Therapietisches und für eine sogenannte "Lagerungsinsel" - eine Art Sitzkissen zum Entspannen – eingesetzt. Mit der verbleibenden Summe soll ein Fußparcours im Garten mitfinanziert werden.

M. Zeidler


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Mobilitätshilfedienste sichern soziales Miteinander

Die neueste Aus­gabe unseres Ma­ga­zins IM FOKUS ist er­schie­nen. In der Nr. 2-2011 kön­nen Sie sich an­hand der Viel­zahl von In­for­ma­tio­nen er­neut ein an­schau­liches Bild über die Ber­liner Volks­soli­darität machen. Das Vor­wort stammt von der Vor­sitzen­den Dr. Heidi Knake-Werner. Darin heißt es:

Die ARD brachte neu­lich eine Themen­woche mit dem Titel "Der mobile Mensch". Ein wich­tiges An­liegen, vor allem in einer älter wer­den­den Gesell­schaft. Wir alle wol­len mobil sein und blei­ben so­lange wie möglich. Da­für ist ein schnel­les und gut ver­netz­tes Ver­kehrs­sys­tem nötig, Busse und Bahnen, die pünkt­lich fahren, auch im Winter und Gehwege, die gut passierbar sind. Aber das reicht nicht, Damit wirklich alle Menschen mobil bleiben, auch die mit eingeschränkter Beweglichkeit, ist Barrierefreiheit eine entscheidende Voraussetzung: funktionierende Aufzüge, intakte Rolltreppen, abgesenkte Bordsteine, "sprechende" Verkehrssignale und Haltestellen.

Berlin hat dafür in den letzten Jahren eine Menge getan, auch für diejenigen, die nur mit Unterstützung mobil bleiben können, u.a. durch die Einrichtung von Mobilitätshilfediensten, die in Marzahn und Treptow/Köpenick auch von der Volkssolidarität angeboten werden. Aber die Zukunft dieser unverzichtbaren Hilfe ist gefährdet durch den Wegfall des Zivildienstes, aber vor allem durch den starken Abbau arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen. Schon jetzt stehen nicht mehr genügend Betreuungskräfte zur Verfügung, um die Nachfrage zu befriedigen, obwohl sich immer mehr Ehrenamtliche in diesem Bereich engagieren, um zu helfen, wo Hilfe besonders gebraucht wird. So gut das ist, aber Ehrenamtliche sollen und dürfen nicht die Fachkräfte ersetzen, sie sind wichtig, um deren professionelle Arbeit sinnvoll zu ergänzen.

Die Volkssolidarität fordert Senat und Job Center auf, Abhilfe zu schaffen, damit künftig auch mobilitätseingeschränkte Menschen nicht vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen sind. Mobil sein bedeutet eben mehr als von hier nach da zu kommen, mobil sein heißt, soziale Kontakte, Kulturerlebnisse, gemeinsame Unternehmungen, soziales Leben sichern – so soll es bleiben!

Die aktuelle Ausgabe finden Sie hier.


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"Für ein soziales Berlin"

Der 3. Berliner Sozial­gipfel fand am 1. Juni 2011 im Ver.di-Haus am Paula-Thiede-Ufer statt. Die ver­an­stal­ten­den Ver­bände, Or­ga­ni­sa­tio­nen und Ini­tia­ti­ven, unter ihnen die Volks­soli­dari­tät, der Sozial­ver­band Deutsch­land, die Gewerk­schaft ver.di und der VdK, hatten das Thema "Für ein soziales Berlin" in den Mittel­punkt der ganz­tägigen Bera­tung gestellt.

Die am 3. Berliner Sozialgipfel beteiligten Verbände gaben erneut ihrer tiefen Besorgnis Ausdruck, dass sich die soziale Lage vieler Menschen dieser Stadt und damit ihre Lebensqualität weiter verschlechtert. Andauernde Steigerungen der Lebenshaltungskosten und der Ausgaben für Gesundheit und Gesundheitsvorsorge, hohe Arbeitslosigkeit und die Folgen der unsozialen Hartz-IV-Gesetzgebung stellten immer mehr Bürger vor kaum noch lösbare Probleme.

Darum for­der­ten die ver­an­stal­ten­den Ver­bände die poli­tisch Ver­ant­wort­lichen zu Maß­nahmen auf, in unserer Stadt an­nehm­bare Lebens­be­din­gun­gen für alle Berliner zu schaffen. Unter den vier Schwer­punk­ten der Be­ra­tung spielte das Thema "Pflege in Berlin vor neuen Her­aus­for­de­rungen" eine besondere Rolle. Dr. Heidi Knake-Werner, Vorsitzende der Berliner Volkssolidarität, referierte zu diesem Thema und betonte die Abwendung des drohenden Fachkräftemangels in der Altenpflege.

Die Veranstalter des 3. Berliner Sozialgipfels setzten sich gemeinsam mit anderen Organisationen und Institutionen dafür ein, dass sich insbesondere arme, ältere und behinderte Menschen, Zuwanderer und deren Kinder von der Gesellschaft angenommen wissen und im Rahmen einer Solidargemeinschaft ihren Beitrag für ein lebenswertes soziales Berlin erbringen können.


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Angebote für Senioren und Behinderte in Gefahr

Den Mo­bi­li­täts­hilfe­diensten für Se­nioren und Be­hin­derte steht ab Sep­tember 2011 kaum noch Per­sonal zur Ver­fügung. Ein­schränkungen der Leis­tungen sind unver­meidlich. Der das Angebot unter­stüt­zende Ber­liner Senat ist gefordert. Der seit mehr als zwanzig Jahren bestehende Mo­bi­li­täts­hil­fe­dienst in Berlin ist akut bedroht. Darauf weist Dr. Heidi Knake-Werner, Vorsitzende der Volkssolidarität Landesverband Berlin e.V., mit allem Nachdruck hin. Die Volkssolidarität betreibt in den Bezirken Treptow-Köpenick und Marzahn-Hellersdorf zwei der insgesamt sechzehn Mobilitätshilfedienste in der Bundeshauptstadt.

Grund für die sich seit Anfang 2011 abzeichnenden Probleme sind der Wegfall des Zivildienstes zur Jahresmitte und der massive Rückgang bei der öffentlich geförderten Beschäftigung (Stichwort MAE, die so genannten "Ein-Euro-Jobs"). Aus beiden rekrutieren sich zum großen Teil die Mitarbeiter der Mobilitätshilfedienste. Für die Aufrechterhaltung des bisherigen Angebotes fehlen der Volkssolidarität allein im Bezirk Treptow-Köpenick seit April dieses Jahres 7 von 22 Mitarbeitern. Ihre bisher von den Jobcentern bewilligten Stellen waren ausgelaufen, neue wurden nicht bewilligt. Ab September wird es der Volkssolidarität nicht mehr möglich sein, den Mobilitätshilfedienst für Treptow-Köpenick für aktuell 200 Senioren und Behinderte wie gewohnt anzubieten. Dann werden nur noch drei der ehemals 22 Mitarbeiter zur Verfügung stehen. In Marzahn-Hellersdorf sieht es ähnlich aus. Die Träger der übrigen 14 Berliner Mobilitätshilfsdienste, darunter die AWO, das DRK, der Sozialverband VdK und die Diakonie, sind von dieser Entwicklung ebenfalls betroffen.

Die Berliner Mobilitätsdienste wurden als bundesweit einmaliges Angebot vom Berliner Senat unter dem Motto "Draußen spielt das Leben - wir bringen Sie hin" ins Leben gerufen. Sie bieten in allen Bezirken Begleitdienste beispielsweise zu Behörden, zum Arzt oder Bekannten für Ältere und Menschen mit Behinderungen an, die ihre Wohnung nicht ohne fremde Hilfe verlassen können. Beauftragt mit der Durchführung der Dienste sind Unternehmen der freien Wohlfahrtspflege. Federführend hierbei ist die Senatsverwaltung für Soziales.

Die Volkssolidarität fordert den Berliner Senat auf, sich dieses Problems sofort anzunehmen und für den Erhalt der Mobilitätshilfedienste Sorge zu tragen.


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Ehrenamtskarten feierlich verliehen

Wie ist die Berliner Volks­soli­darität auf­ge­stellt, um den aktu­ellen und zu­künf­tigen Be­dingungen und Auf­gaben in der Bundes­haupt­stadt als an­er­kannter Sozial- und Wohl­fahrts­verband gerecht werden zu können? Diese Frage bewegte die Teil­nehmer beim dies­jährigen Er­fahrungs­aus­tausch des Vor­standes mit Orts­gruppen­vor­sitzenden am 20. April.

Einer langjährigen Tradition folgend, lud der Vorstand der Berliner Volkssolidarität auch in diesem Jahr zu einer zentralen Beratung mit den Ortsgruppen ein. Zu dieser wiederum gut besuchten Veranstaltung kamen mehr als 110 Vorsitzende und Vertreter von Ortsgruppen aus allen Bezirksverbänden in die Max-Taut-Schule von Lichtenberg. Beim regen Gedankenaustausch ging es u. a. um die Mitgliederwerbung, die notwendige Beitragserhöhung, eine wirksame Öffentlichkeitsarbeit sowie die Nutzung aller Potenzen des Verbandes und seiner Einrichtungen. Im Vorfeld der Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus im September 2011 spielte natürlich auch die sozialpolitische Interessenvertretung eine Rolle. Die Vorsitzende Dr. Heidi Knake-Werner verwies in diesem Zusammenhang auf den 3. Berliner Sozialgipfel, der unter aktiver Mitwirkung der Volkssolidarität am 1. Juni 2011 stattfinden wird.

Die Ver­an­staltung bot gleich­zeitig den würdigen Rahmen für die Ehrung von be­son­ders ak­tiven ehren­amt­lichen Mit­streitern des Ver­bandes. Mit der Berliner Ehren­amts­karte des Senats würdigte der Vor­stand das über­durch­schnittliche Engagement von insgesamt 11 Mitgliedern des Lan­des­verban­des.

M. Zeidler


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Frühlingstreffen der Volkssolidarität und des Reiseklubs in und um Neapel

Das diesjährige Frühlingstreffen des Reiseklubs und der Volkssolidarität in Süditalien vereinte wieder viele hunderte Urlauber aus allen neuen Bundesländern und natürlich auch aus Berlin für jeweils eine Woche von Ende März bis weit in den April hinein. Im 20. Jahr des gemeinsamen Reisens beider Partner war das Reiseziel wiederum gut ausgewählt und vor allem auf die Interessen der Mitglieder der Volkssolidarität perfekt zugeschnitten.

Einst kulturelles Zentrum der Antike, be­geisterte die Mittel­meer­küste mit ihrer be­ein­druckenden Küsten­land­schaft und den zahl­losen Spuren einer Jahr­tausende alten Geschichte. Ob nun beim Aus­flug zur berühmten kam­panischen Ha­fen­stadt Neapel, der viel­besungenen Insel Capri, zur Krater­wanderung auf dem aktiven Vulkan Vesuv oder zur vor zwei­tausend Jahren verschütteten Stadt Pompei - die bestens organisierte Reiseklubtour, in diesem Jahr erstmals von Becker-Strelitz Reisen organisiert, erfüllte alle Wünsche. Parallel zum Frühlingstreffen in Neapel per Flugzeug fand auch in diesem Jahr wieder ein weiteres Treffen der Volkssolidarität mit Busanreise statt - diesmal im polnischen Krakau.

M. Zeidler


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Projekt Aufsuchender Verbraucherschutz

Anlässlich des Welt­ver­braucher­tages luden die Se­na­torin für Gesund­heit, Umwelt und Ver­braucher­schutz, Katrin Lompscher, die Ver­braucher­zen­trale Berlin und das Stadt­teil­zentrum Marzahn-Mitte der Volks­soli­darität zu einer ge­mein­samen Presse­kon­ferenz ein.

Vor einem Jahr gab Verbraucherschutzsenatorin Katrin Lompscher den Startschuss für das Projekt Aufsuchender Verbraucherschutz, das die Verbraucherzentrale Berlin bis Ende 2011 koordiniert. Insgesamt 140.000 Euro stehen zur Verfügung, um russisch- und türkisch­sprachigen sowie ein­kommens­schwachen Ver­brau­cherinnen und Verbrauchern direkt in deren Kiezen zu helfen. Inzwischen beraten zwei Juristinnen und zwei Dol­met­scherinnen Rat suchende Bürger insgesamt acht Stunden pro Woche in vier Berliner Kiez­zentren – darunter auch im Stadt­teil­zentrum Marzahn-Mitte.

Pünktlich zum Welt­ver­brauchertag 2011 hat die Verbraucher­zentrale Berlin nun in Zusammenarbeit mit der Senats­verwaltung für Gesundheit, Umwelt und Ver­braucherschutz einen Flyer zum Thema Aufsuchender Ver­braucherschutz herausgebracht, der in den Sprachen Deutsch, Russisch und Türkisch erscheint.

Gerade auch im Marzahner Kiezzentrum der Volkssolidarität wurde deutlich, wie wichtig diese Vor-Ort-Beratung für die Bevölkerung ist. Hier geht es vielfach um Konsumentenfragen, um Probleme des Vertrags- oder Widerrufsrecht. Nach Aussagen der Senatorin soll das Projekt verlängert und ausgeweitet werden.

M. Zeidler


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100 Jahre für Frauenrechte

Die neueste Ausgabe unseres Magazins IM FOKUS ist er­schienen. In der Nr. 1-2011 kön­nen Sie sich an­hand der Viel­zahl von In­for­ma­tionen erneut ein an­schau­liches Bild über die Ber­liner Volks­soli­darität machen. Das Vor­wort stammt wieder von der neuen Vor­sit­zenden Dr. Heidi Knake-Werner. Darin heißt es:

Mit dem neuen FOKUS kommt auch so lang­sam der Früh­ling und ich wün­sche Ihnen, dass die ersten warmen Sonnen­strah­len Ihre Freu­de auf inte­res­sante Ver­an­stal­tungen und Be­ge­gnungen mit netten Men­schen steigern. Am 8.März 2011 wird in vielen Ländern welt­weit, so auch in Deutsch­land, an den Inter­natio­nalen Frauen­tag erinnert, der sich zum 100. Mal jährt. Auch die Volks­soli­darität steht in dieser Tra­dition. Wir wür­digen aus diesem An­lass die kämpfe­rischen Frauen, die vor hun­dert Jahren auf die Straße gingen, um Hunger­löhne, bes­sere Arbeits­be­dingungen, für das Frauen­wahl­recht und vieles mehr zu streiten.

Aber wir wollen auch darüber reden, wie es heute mit der Gleichstellung der Frau aussieht. Natürlich hat sich in den letzten 100 Jahren viel verändert, aber das ist kein Grund sich zufrieden zurückzulehnen. Klar, es gibt längst das Wahlrecht für die Frauen, und in Parteien, Parlamenten und Verbänden hat sich der Anteil der Frauen deutlich erhöht. Aber schaut man in die Führungsetagen, ob in Politik oder Wirtschaft, da dominieren mit Abstand die Männer. Ich denke, eine Frauenquote täte besonders den Banken und großen Unternehmen gut, da gut zureden seit Jahren nicht hilft.

Noch dringender ist das Gebot "gleicher Lohn für gleiche Arbeit", denn immer noch verdienen Frauen knapp ein Drittel weniger als Männer und sie sind besonders stark in den Bereichen vertreten, wo besonders schlecht bezahlt wird wie im Handel, im Friseurgewerbe, in der Gastronomie, in der Pflege. Deshalb ist der Mindestlohn auch ein Frauenrecht, damit auch sie von der Arbeit leben können und später keine Armutsrenten bekommen. Und es sind immer noch die Frauen, die die Hauptlast in der Familie wegzutragen haben. Es ist ja nicht überall so wie in Berlin, wo es ein breites Angebot an Kinderbetreuungsangeboten gibt, die zudem noch bezahlbar sind.

Ich denke, es gibt viele gute Gründe, sich auch heute noch für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen einzusetzen und die Stimme zu erheben gegen Benachteiligung und Diskriminierung. In diesem Sinne: Einen schönen Frauentag.

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Treffen mit Senatorin Carola Bluhm

Die Sena­torin für Inte­gra­tion, Arbeit und So­zi­ales, Carola Bluhm, empfing in den ersten März­tagen Mit­glieder des Vor­stan­des der Berl­iner Volks­soli­darität in den Räu­men der Senats­ver­waltung. Bei dem Ge­danken­aus­tausch kamen wich­tige The­men zur Sprache, die auch un­mit­tel­bar die Arbeit des an­er­kann­ten Sozial- und Wohl­fahrts­ver­bandes be­rühren - wie beispiels­weise die Förderung des Ehrenamtes, die Erhaltung der Mobilitätshilfedienste oder die Profilierung der Pflegestützpunkte.


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"Ein schöner Tag fürs Ehrenamt"

Für bürgerschaftliches En­ga­ge­ment gibt es in Berlin eine neue Form der öffent­lichen An­er­ken­nung. Der Regierende Bürger­meister Klaus Wowereit über­reichte im Fest­saal des Roten Rat­hauses an 45 aus­gewählte Persönlich­keiten die ersten Ehren­amts­karten der Stadt. Dazu gehörten auch zwei sehr aktive Mit­streiter der Berliner Volks­soli­darität - Ortrud Georgy aus Pankow und Brigitte Neu­meister aus Marzahn.

Ortrud Georgy war mehr als 20 Jahre ehren­amtliche Vor­sitzende des Bezirks­verbandes Pankow. Mit besonderem Inte­resse widmet Sie sich der Unter­stützung sozial schwacher, älterer und be­hinderter Menschen. Brigitte Neu­meister ist seit 30 Jahren Orts­gruppen­vorsitzende der größten Orts­gruppe der Volks­soli­darität in Marzahn mit fast 400 Mit­gliedern. Sie ist für ihre Mit­glieder wie im Wohn­gebiet als Ansprech­partner und Vertrauens­person bekannt.

"Ein schöner Tag fürs Ehrenamt" – so Klaus Wowereit in seinen Begrüßungs­worten, mit denen er all jenen dankte, die sich tag­täglich ehren­amtlich engagieren. In Berlin gibt es rund 850.000 ehren­amtlich Tätige, deren Leistung zum Gemeinwohl nicht hoch genug zu schätzen sei, so der Bürger­meister. "Bürger­schaft­liches Enga­gement hält unsere Gesell­schaft in starkem Maße zu­sammen. Mit der vom Senat be­schlossenen Schaf­fung der Berliner Ehrenamts­karte und den mit ihr verbundenen Ver­günsti­gungen gibt es jetzt die Möglichkeit, besonders verdienten Ehren­amtlichen ein kleines Dankeschön zukommen zu lassen, das mehr ist als eine Geste."

Mit insgesamt 4.500 Karten pro Jahr würdigt der Senat über­durch­schnitt­liches Enga­gement seit Anfang 2011. Die Ehren­amts­karte gilt für zwei Jahre und bietet viele Vorteile. Sie er­möglicht ver­günstigten Eintritt zu Kultur- und Freizeit­ver­anstaltungen bei den Partnern der Berliner Ehren­amtskarte. Dazu gehören u.a. der Friedrich­stadtpalast, das Deutsche Theater, das Deutsche Technik­museum Berlin, die Archenhold-Sternwarte, der Zoologische Garten, der Tierpark Berlin oder der Berliner Dom.

Nach dem fest­lichen Auftakt durch den Regierenden wurde nun die Ehren­amts­karte nach einem Schlüssel im Berliner Freiwilligen­bereich aufgeteilt. Die Berliner Volks­soli­darität kann in diesem Jahr über 100 Ehrenamts­karten verantwortungsvoll verfügen.

Mario Zeidler


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Praxisbezogene Kursangebote für pflegende Angehörige

Die Ein­rich­tungen der Sozial­dienste der Volks­soli­darität Berlin gGmbH machen sich auf den Weg, um pfle­gende An­ge­hörige durch ehren­amt­liche Be­glei­tung noch bes­ser zu unter­stützen.

"Viele der pfle­genden An­ge­hörigen sind hoch belastet und nehmen Ver­ant­wortung wahr", so Verbandspräsident Prof. Dr. Gunnar Winkler in einer Presse­mitteilung vom 14.02.2011. "Dieser Beitrag zu einer humanen Gesellschaft muss gesellschaftlich anerkannt und wertgeschätzt werden." Die Volkssolidarität stehe pflegenden Angehörigen mit ihren professionellen Pflegeleistungen zur Seite, sehe aber auch die alltäglichen Schwierigkeiten, mit denen sie sich auseinandersetzen müssen. "Verbessert werden müssen die Information und Beratung vor und während der Pflege von Angehörigen."

Geschulte Sozialarbeiterinnen der Berliner Volkssolidarität bieten künftig gezielte Informationsveranstaltungen an, um pflegende Angehörige mit Rat und Tat zu begleiten. Ein ausgewogener Vorbereitungskurs vermittelt wichtige Grundkenntnisse für die Ausübung dieses Ehrenamtes. Kursbeginn ist am 18. Mai 2011. Das komplette Kursprogramm ist unter der Telefonnummer: 030/30 86 92 71 oder auf der Internetseite: www.volkssolidaritaet-berlin.de zu erhalten.

"Ich bin eine pflegende Angehörige und möchte das Projekt zur ehrenamtlichen Mitwirkung bei der Begleitung pflegender Angehöriger, unterstützen", beschreibt Frau E., berufstätige Mutter ihre Situation. "Als mein Vater 2004 plötzlich verstorben ist, habe ich mit meinen Schwestern die Pflege meiner Mutti übernommen. Sie war damals schon bettlägerig und an Alzheimer-Demenz erkrankt. Für uns stand fest, dass sie bei uns bleibt und nicht in ein Pflegeheim zieht. Meine Schwester hat ein großes Haus und sagte spontan "JA" zur Pflege. Dass es sehr anstrengend ist, war uns bekannt. Nach anfänglichen Eingewöhnungsschwierigkeiten klappte es immer besser. Doch nach einem Jahr schlich sie langsam eine Abhängigkeit von der Pflege ein. Sie zog sich immer mehr zurück, Freunde kamen immer seltener und eigene Interessen blieben auf der Strecke. Die Flucht in eine Depression war der einzige Ausweg. Wir Schwestern hielten oft Familienrat und boten unsere Hilfe an. Auch die Unterstützung durch eine Sozialstation wurde abgelehnt. Versagens- und Verlustängste spielten bei ihr eine immer größere Rolle und so drehte sich die Spirale immer weiter bis zum Zusammenbruch. Seit 2009 lebt meine Mutti in einem Pflegeheim und sie fühlt sich wohl. Wir verbringen sehr viel Zeit miteinander und das Verhältnis zwischen Mutter und Kindern ist sehr entspannt geworden. Ich kann mir vorstellen, dass in der Zeit von 2004 bis 2009 ein Pflegebegleiter eine große Unterstützung gewesen wäre. Er hätte uns etwas sehr Wertvolles geben können: Zeit".
Dafür setzt sich die Volkssolidarität ein.

Sylvia Svoboda
(Pflegedirektorin und Leiterin des Kompetenzzentrums Pflege der Volkssolidarität)


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"Von wegen altes Eisen ..."

Zum Thema des lebens­langen Lernens hat die Berliner Volks­soli­darität ohne Fra­ge vie­les zu bie­ten. Und wenn es um Er­fah­rungen geht, die über Landes­grenzen hinaus aus­ge­tauscht wer­den sol­len, ist der Ver­band na­tür­lich auch mit Rat und Tat dabei. So ist es er­klär­tes Ziel eines in­ter­na­tio­nalen Pro­jektes - bei dem der Ber­liner Ver­band zu den Mit­ge­stal­tern ge­hört - den länderübergreifenden Er­fah­rungs­aus­tausch zu be­fördern.

Im Januar die­ses Jah­res kamen des­halb Gäste aus Graz (Österreich), aus Belgien so­wie dem Land­kreis Sankt Wendel im Saar­land auf Ein­ladung der Ber­liner Volks­soli­darität im Stadt­teil­zen­trum Mar­zahn-Mit­te zu­sammen. Sie alle sind in der Senioren­arbeit aktiv und Teil­nehmer des EU-Pro­jektes Lern­partners­chaft. Unter dem Motto "Von wegen altes Eisen – Erfahrung hat Zukunft" tau­schen sich dabei haupt- und ehren­amtl­iche Mit­streiter über einen Zeit­raum von zwei Jah­ren zum Thema des lebens­langen Lernens aus. Zum Kennen­lernen der Partner ge­hören dabei auch gegen­seitige Besuchs­reisen vor Ort.

In Brüssel fand ein erstes Treffen statt. In Marzahn nun folgte eine zweite Zusammen­kunft, um aus erster Hand über das mitglieder­betonte Wirken der VS-Bezirks­geschäfts­stelle Marzahn-Hellersdorf als Gastgeber und spe­ziell über die breit ge­fächerten Angebote des Stadt­teil­zentrums im Herzen des Bezirkes zu erfahren. Monika Neumann, Orts­gruppen­vor­sitzende aus Biesdorf-Süd er­läuterte bei der Gesprächs­runde anschaulich das ehren­amtliche Wirken ihrer Gruppe zum Wohle Hilfe­suchender und hilfs­bedürftiger Menschen im Kiez.

Der länder­Ã¼ber­greifende Er­fahrungs­aus­tausch zum Lern­projekt mit ge­nann­ten Partnern – aber mit unter­schiedlichen Teil­nehmern - wird noch in diesem Jahr weiter­geführt. Dem­nächst geht es zum Senioren­büro Sankt Wendel im Saar­land, danach zum Verein "Aktive Senioren Graz e.V." Das EU-Lern­projekt wird bis 2012 noch zahl­reiche Vor­haben bürger­schaftlichen Engagements auf­greifen und ver­all­gemeinern helfen.

Mario Zeidler


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Winterfeuer für Klein und Groß

Mit einem zünf­tigen Winter­feuer feierte die Kinder­tages­stätte "Waldhäuschen" in Mar­zahn-Bies­dorf ihre fünf­jährige Zu­ge­hörig­keit zur Ber­liner Volks­soli­darität. Seit Anfang 2006 befindet sich nun­mehr die Ein­rich­tung in Träger­schaft der Kinder- und Jugend gGmbH der Volks­soli­darität Berlin. Bei fros­tigen Tem­pera­turen wärm­te und er­freute das Lager­feuer im Garten der ge­frag­ten Ein­richtung in der Schwaben­allee Kinder, Eltern und Gäste.

Der Kälte wurde mit hei­ÃŸen Ge­trän­ken, Würst­chen und schmack­hafter Sol­janka getrotzt. Kinder, Eltern wie auch Er­zie­he­rin­nen waren sich einig, das ge­sel­lige Mit­ein­ander beim Winter­feuer soll nicht einmalig sein. Heike Stroth, Lei­terin der Kinder­tages­stätte, versprach, dass das Winter­feuer von nun an zur Tra­di­tion werden wird – ge­wis­ser­maßen im Rahmen einer viel­sei­tigen An­gebots­palette des Hauses ein erster Höhe­punkt zum Jahres­anfang sein soll. Zur Kinder- und Jugend gGmbH der Volks­soli­darität in Berlin gehören gegen­wärtig insgesamt sechs Kinder­tages­stätten, in der mehr als 1.000 Kinder liebe­voll umsorgt werden.

Mario Zeidler


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Herausgegeben von der Volkssolidarität Landesverband Berlin e.V.