Dieses Motto zog viele Gäste an – deutsche und vietnamesische Bürger, Mitglieder der Berliner Volkssolidarität, Vertreter aus Projekten und Einrichtungen des Bezirkes Marzahn-Hellersdorf, Jung und Alt. Sie alle kamen am 31. August ins Stadtteilzentrum Marzahn-Mitte zu einem Treffen, das voller Lebensfreude, Optimismus, aber auch tiefer Nachdenklichkeit war. Ursel Nguyen – gerade aus Vietnam zurückgekehrt – sprach über ihren Einsatz zur Unterstützung von kriegsgeschädigten Menschen in diesem Land. Sie leitet seit 30 Jahren ein Projekt, das sich mit der Organisierung von Medizintechnik für Krankenhäuser, Betreuungseinrichtungen und Labors befasst. Unermüdlich setzt sie sich dafür ein, den Schmerz Zehntausender, die nach wie vor unter den Folgen des 30 Jahre währenden Krieges in Vietnam leiden, zu lindern. Besonders dramatisch ist, sagt sie, dass noch heute – nun bereits in der dritten Generation – viele Kinder mit unvorstellbaren körperlichen und geistigen Behinderungen geboren werden, weil mehr als zehn Jahre durch die U.S. Air Force die hochgiftige Chemikalie Agent Orange verstreut wurde. 12 Überseecontainer mit Klinikbetten, Rollstühlen, Gehhilfen, Untersuchungs- und Behandlungsliegen, Beatmungsgeräten für Kinder, OP-Bestecken und vielem mehr konnte sie in diesem Jahr auf den Weg bringen.
Frau Thang, die Präsidentin des seit 2007 in Berlin tätigen vietnamesischen humanistischen Vereins, machte die Anwesenden mit dem vielseitigen ehrenamtlichen Engagement der Mitglieder ihrer Organisation vertraut. Es reicht von Auftritten der Kulturgruppe über Beratungs- und Freizeitangebote bis zur Hospizbegleitung für schwerkranke und sterbende Menschen. Mit bezaubernden nationalen Tänzen und Liedern bereicherten unsere vietnamesischen Freunde den Nachmittag und trugen zu einer Atmosphäre bei, die alle begeisterte.
Ingolf Hähnel und Dr. Klaus Sack, die wir als stellvertretende Landesvorsitzende der Berliner VS begrüßen konnten, brachten zum Ausdruck, dass die Solidarität mit den leidgeprüften Menschen in Vietnam weitergehen muss. Auf jeden Fall werden die Vertreter der beiden Vereine, die sich bei uns das erste Mal begegneten, künftig zusammenarbeiten. Auch wir gaben das Versprechen ab, den Kontakt aufrechtzuerhalten und entsprechend unserer Devise Miteinander – Füreinander unseren Anteil zur Unterstützung notleidender Menschen in Vietnam leisten.
Bruni Steiniger
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