Alzheimer – eine schwere Erkrankung des Gehirns
Die Alzheimer Krankheit wurde nach dem deutschen Neurologen Dr. Alois Alzheimer benannt, der bereits 1907 die Symptome und typische Veränderungen im Gehirn von Patienten beschrieb, die an einer ungewöhnlichen Hirnkrankheit verstorben waren. Alzheimer ist die häufigste Form der dementiellen Erkrankung.
Bei der Alzheimer Erkrankung sterben aus bisher nicht geklärten Gründen Gehirnzellen ab. Die Bruchstücke werden danach nicht vollständig abgebaut und bilden zusammen mit anderen Eiweißen die für diese Krankheit charakteristischen Ablagerungen im Gehirn. Dadurch schrumpft die Gehirnmasse deutlich und die Konzentration wichtiger neuronaler Botenstoffe sowie die Anzahl der Nervenverbindungen verringern sich.
Charakteristisch ist eine zunehmende Verschlechterung der kognitiven Leistungsfähigkeit, die in der Regel mit einer Abnahme der täglichen Aktivitäten, mit Verhaltensauffälligkeiten und neuropsychologischen Symptomen einhergeht.
Der Krankheitsverlauf ist oft sehr unterschiedlich stark ausgeprägt und abhängig von den betroffenen Hirnareal, der körperlichen Konstitution sowie den Lebensumständen des Patienten. Die Verschlechterung des Zustands geht meist zuerst langsam und später etwas schneller vor sich.
Die Erkrankung wird in drei Stadien eingeteilt, die das Fortschreiten durch spezielle Symptome beschreibt:
Frühes Stadium (Prä Demenz Stadium)
(Die Symptome werden häufig übersehen, oder dem normalen Alterungsprozess zugeschrieben.)
- Orientierungsprobleme in vertrauter Umgebung
- Fehlende Motivation
- Schwierigkeiten beim Treffen von Entscheidungen
- Depressionen oder Aggression
- Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnis
- Schwierigkeiten bei der Wortfindung und Ausdrucksfähigkeit
- Schwierigkeiten mit dem Zeitgefühl
Mittleres Stadium
(Die Probleme sind auffallender und behindern den Patienten immer stärker. Folgende Einschränkungen für den Kranken ergeben sich:)
- Er/Sie braucht Hilfe beim Waschen, Anziehen, dem Toilettengang.
- Er/Sie hat Sprachschwierigkeiten.
- Er/Sie verirrt sich in der näheren Umgebung.
- Es treten Halluzinationen, Wahnvorstellungen und Verhaltensstörungen auf.
- Er/Sie kann sich an Ereignisse aus der unmittelbaren Vergangenheit und an Namen nicht mehr erinnern.
- Er/Sie kann nicht mehr alleine leben.
- Er/Sie kann nicht mehr alltägliche Dinge wie Kochen, Einkaufen … erledigen.
Spätes Stadium (fortgeschrittene Demenz)
- Die Patienten sind völlig auf fremde Hilfe und Pflege angewiesen.
- Blasen- und Darminkontinenz
- Die Patienten sind an das Bett oder den Rollstuhl gebunden.
Leider gibt es zurzeit noch keine medikamentöse Behandlung, die eine Heilung der Krankheit ermöglicht.
Wichtige Tipps, die das Zusammenleben mit Alzheimerpatienten erleichtern:
- Versuchen Sie Gewohntes beizubehalten und setzen Sie Routinehandlungen.
- Fördern Sie die Unabhängigkeit des Patienten.
- Vermeiden Sie Auseinandersetzungen.
- Helfen Sie dem Kranken seine Würde zu bewahren.
- Fördern Sie die Gesundheit und Fitness.
- Stellen Sie keine zu hohen Anforderungen.
- Benützen Sie Gedächtnisstützen.
- Kommunizieren Sie mit dem Patienten weiterhin.
- Versuchen Sie durch gezielte Aktivitäten aus den noch vorhandenen Fähigkeiten das Beste zu machen.